Onlinesprungbuch

 

Ich möchte an dieser Stelle noch mal betonen das ein Neuling im Fallschirmsport bin und das hier niedergeschriebene

NUR meine persönlichen Eindrücke und Gedanken vor, während und nach den Sprüngen sind.

 

Bedenkt beim lesen bitte:

SICHERHEIT geht vor COOLNESS!

Was der Lehrer sagt ist Gesetz und soll auch eingehalten werden!!!

 

8. Sprung (Solo)

Nun war es soweit, mein erster Solosprung. Die Aufregung hielt sich erstaunlicherweise in Grenzen. Mein Auftrag war: Dive Exit, 3 Scheingriffe, Eine Flugachse im freien Fall halten (Also nicht herumdrehen oder trudeln sondern schön gerade fallen. Ich vernahm den 15 Minuten Aufruf, machte mich langsam fertig, der obligatorische Check vor dem verlassen des Hangars, ein witziges "Tschüssi" zu ein paar "zurückgebliebene" Springer und ab zum Flieger. Da ich ein Solospringer war musste ich als letzter das Flugzeug verlassen da ich ja wieder bei 1500m pullen würde. Also rein in den Flieger, Langsam schraubten wir uns in den Himmel, Ich schloss die Augen und ging gedanklich noch mal den Sprungauftrag durch. Mittlerweile hatte ich mir angewöhnt "bewusst zu atmen". Das heißt das man ruhig und tief durchatmet. Das schaut zwar etwas albern aus aber es beruhigt und meines Erachtens ist man im freien Fall viel entspannter und hat eine höhere Konzentration.

Der Blick zum Höhenmesser sagte mir das es bald soweit ist. 3000m Wir verabschiedeten und gegenseitig mit shake hands, was immer wieder nett ist. Dann tippte mich auch schon der Pilot an (ich saß mit dem Rücken zur Flugrichtung neben Ihm) "3 MINUTEN" also den Springer vor mir antippen und es weitergeben. Schon mal die Sprungbrille anlegen, Helm auf, so gut es ging Griffe checken.

Dann das leuchtete das rote Licht im Flieger auf (Befehl für "Tür auf") 2 Springer öffneten die Tür und es strömte die kalte Morgenluft herein.

Dann grünes Licht...Die ersten 3 Springer stiegen halb aus...YEHAAA hörte ich noch und weg waren sie...

Nachrutschen...die nächsten verließen den Flieger...

Wieder Nachrutschen, ich kniete nun im hinteren Teil der Maschine, Checkte mein Gurtzeug, RSL ist frei, Alle  Griffe sind da, Beingurte noch mal etwas nachziehen, Brille nachspannen...wieder verlassen Springer den Flieger.

Noch ein Springer dann bin ich dran...Ich rutsche Näher zur Tür, halte mich an der inneren Griffstange fest und halte meinen Kopf raus um zu schauen wo wir uns befinden, noch mal tief durchatmen, ich sehe den letzten Springer wie er in die Tiefe fällt...

SO NUN ABER...

JAHRE LANGES WARTEN...

JETZT IST ES SO WEIT...lasst mich Vogel spielen...

Ich knie mit einem Bein im Flieger, ein Bein steht auf dem Trittbrett außen am Flieger, der linke Arm ist im Flieger auf dem Boden, Mit rechts mein persönlicher Befehl...

Ready...Set...Go...Bei Go ist der rechte Arm draußen und ich stöße mich mit Knie und der anderen Hand ab. Ich falle fast parallel zum Flieger Kopfüber in Richtung Erdmittelpunkt. Beide Arme sind fast stabil vorne, na ja die Beine etwas zu spät eingeknickt was mir einen leichten Flugbahnverlust verschaffte. Der Wind zerrt an mir, langsam komme ich in die Boxposition, Höhencheck...okay...die lästigen aber wichtigen 3 Scheingriffe passen perfekt ich trudele nicht mehr herum wie bei den ersten AFF Level, Meine Flugachse ist auch gut, ich muss nur leicht korrigieren, Höhencheck, mei O mei ich habe noch sooo viel Zeit, Also etwas die Aussicht genießen, Dann erreiche ich meine Pullhöhe von 1500m, Ich checke den Luftraum noch mal ob wer im Weg ist, Abwinken und raus mit dem Bunten Kunststoffgriff.

FLAPP FLAPP..RASCHEL...Ich werde durch den öffnenden Schirm abrupt abgebremst. Auu das war jetzt aber etwas hart...Egal

4 Sekunden Warten...Kappencheck...alles paletti...Also Vorbremsung lösen, linke und rechte Drehung...Bremsprobe...noch mal den Luftraum checken...hmmm alle schon unter mir, na ja wie immer der letzte also langsam herunterschrauben. Landung war wie gewohnt butterweich. Ich ging freudestrahlend in Richtung Hangar,

bekam den ersten Glückwunsch von einem Mitspringer (RW'ler) legte den Schirm ab und hörte dann über den Lautsprecher meinen Lehrer Ulli.

 

ZITAT: "So an alle anwesenden und Felix Baumgartner, ein gewisser Matthias Rauch hat soeben sein ersten Solosprung unverletzt gemacht und darf ab sofort "Air-Prinz" genannt werden. Ich bitte um Applaus"

 

Ich vernahm das Klatschen und lachen der anderen und wurde auch von vielen persönlich beglückwünscht, wie fast alles was man zum ersten mal in dem Spot macht kostete auch das eine Kiste Bier am Abend ;-)

 

Ab nun bin ich zwar noch Schüler aber kein AFF-Schüler mehr...ich bin SOLIST und darf alleine springen.

 

 

9. Sprung (Solo)

Eigentlich wäre es wieder ein cooler Sprung gewesen aber die Maschine musste auf 1500m absetzen (wegen Luftraumsicherheit) Also blieb ich sitzen, Cypress wurde ausgeschaltet, alle Springer bis auf meine Person verließen den Flieger (Ich durfte nicht weil ich noch keine Einweisung für ein 1500m Exit habe). Dann Sturzflug, die Tür vom Flieger rumpelte zu (Ahhh so machen die hier die Tür zu, hatte mich schon gewundert wie das geht wenn keiner mehr im Flieger sitzt). Wir landeten, ich peilte irgendwie nicht was passiert ist, Cypress neu kalibrieren? Normalerweise sollte Horst (der Pilot) ca. 0,5 Meilen nach dem ersten Exit noch mal für mich grünes Licht geben und mich rauslassen und nun waren wir auf dem Boden. Es sagte: "Kannst aussteigen"

Ich stieg etwas traurig aus, dachte mir noch ob das normal und geplant ist. Dan kam auch schon Ronny mit 2 Bier auf mich zu...HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZU DEINER ERSTEN LANDUNG...In mir verstärkte sich das Gefühl das das immer so ist, nunja wenigstens muss ich keinen wegen Schirm packen/checken belästigen. Also ausziehen Bier auf, Grillfleisch schnappen. Wirklich viel später peilte ich das die bei 1500 m raus sind wegen der Sicherheit, also Exit bei 1500m oder wieder landen, und das das wirklich nicht geplant war.

 

Der eigentliche 9. Sprung war dann ein Floater Exit, was etwas unstabil war da ich mich leicht nach rechts drehte. eine 360° Drehung nach links sowie rechts die sehr gut klappten sowie einen Vorwärtssalto und einen Rückwärtssalto die so "La La" waren. Erwähnenswert wäre noch das ich den Sprung mir einem 240'er PD Navigator gemacht habe also der 260'er "Rentnerschirm" war Geschichte. *freu*

Allerdings machten sich die Größenänderung kaum bemerkbar nur das ich meiner Meinung etwas schneller unten war als sonst. Schön war noch das ich endlich die knallenge Kombi ablegen konnte und was luftigeres anziehen durfte da ich ja nun nicht auf meine Fallgeschwindigkeit achten muss, es flog ja kein anderer mehr mit.

 

 

10. Sprung (Solo)

Völlige Routine...Ich bekam meinen Auftrag: Floater Exit und Fassrollen (also als wenn man sich im Bett umdreht) üben. Mehr nicht. Mir wurde von Zimbo (auch ein Lehrer) erklärt wie man eine Fassrolle macht, im Prinzip ganz einfach, Boxposition einnehmen und einen Arm vor die Brust, dann kommt man in Rückenlage und dass den anderen Arm und man ist wieder in Arch. Das ganze dann auch mal etwas mit Schwung versuchen. Also los. 3800m, raus, abtropfen lassen, Arch, Höhencheck, Arm rein...Schwupp ich war auf dem Rücken und ehe ich mich versah wieder auf dem Bauch. Nett...Nochmal das ganze...Passt...bisschen unstabil ich sah vor meinem Geistigen Auge Ullis flache Hand vor meinem Gesicht...JAAAHAAA ich weiß Becken vor "Stift raus"...und siehe da ich war sofort super stabil im Luftzug...(Lehrer haben halt doch immer recht) Na dann wollen wir mal testen...Also mit Schwung...ZACK ZACK...direkt 2 Drehungen...WAHHH GEIL..Höhe...BOAH noch viel Raum zwischen mir und der Pullmarke, also noch mal andersherum, 3 Drehungen...eine davon etwas unstabil...Okay das langt, nichts übertreiben. Mein Höhenmesser sagt mir das ich noch Zeit habe, also mal ne schnelle 360° Drehung nach links und auch rechts, Uiiii 2000m Höhe also nun der "befohlene" Scheingriff, passt auch ich habe mir Zeit gelassen und etwas mit dem Luftzug dabei gespielt...Dann 1500m Pull.

 

 

11. Sprung (Solo)

4000m FUN-EXIT. Zimbo hat Erbarmen mit mir und ich muss kein Floater Exit machen. Diesmal geht es mit einer Rolle vorwärts auf der Finest und dann Saltos üben (Vorwärts klappt noch nicht so gut). Also Tür auf, andere vorlassen, dann hocke ich in der Tür, Rolle vorwärts (wie ein Purzelbaum) und der relative Wind macht mit mir was er will, Was soll's kurz stabilisieren, Höhencheck, Schauen ob wer in der Nähe ist und einfach mal Physik in Aktion genießen ich lassen mich ca. 3Sekunden völlig unstabil fallen, dann wieder Arch. Höhe passt, Luftraum ist frei, 4x Salto rückwärts, die passen gut meines Erachtens für meinen Ausbildungsstand sogar perfekt, dann 2xVorwärtsalto, einer war nicht so schön, Höhe checken, und noch ein paar brutal schnelle 360'er (Man will ja mal Grenzen langsam austesten). Noch vor dem Pull bei diesmal 1300m schreie ich lauf YEHAAAA (Hoffendlich hört das keiner).

 

 

12. Sprung (Solo)

der 240ft² Schirm wurde beiseite gepackt und ich bekam einen schicken neongelben und neonroten 200'er Navigator. Juhu wieder was kleineres über mir. Auftrag war alle 3 Achsen testen. 3800m, Tür auf, andere vorlassen, dann habe ich mich "chic" hockend mit einer Rückwärtsrolle auf dem Flieger fallen lassen. Alle 3 Achsen voll ausgereizt, war auch alles recht gut bis auf den Vorwärtssalto der immer noch nicht perfekt ist. Bei 1200m Pull. Der Schirm riss etwas mehr an den Beingurten als gewohnt. 4 Sekunden warten dann Kappenkontrolle, schaut gut aus, die Vorbremsung der Steuerschlaufen lösen, Bremsprobe, links, rechts alles okay. Bei der Linkskurve merkte ich schon das der Schirm nicht mehr so träge ist und direkter reagiert, also ausgiebiger Luftraumcheck, alles soweit frei, Dann mal langsam die linke Steuerschlaufe nach unten ziehen, ich mache eine sanfte 180° Drehung die aber wirklich rapide schneller wurde. Es drückte mich durch die Fliehkraft nach außen und in die Beingurte. WOW...Da geht was!!! Also etwas mehr an Höhe verlieren ist mein Plan und ich mache 2 360'er nach links, die Fliehkraft drückt mich in die Beingurte. Dann Landezone ansteuern, ich habe wirklich schnell an Höhe verloren, Schirm anbremsen und FLAAAAAARREEE...Da wir keinen Wind haben bin ich recht schnell unterwegs und gleite konstant über den Boden ohne Höhe zu verlieren als ich langsamer werde und die letzte 40cm Höhe verliere muss ich noch 4 Schritte machen und ich stehe auf der Wiese. WOW war das ein Mini-Swoop??? Vermutlich nicht aber trotzdem sehr aufregend. Toll was das ich als 3. letzter gelandet bin, JAJA ich bin nicht mehr der letzte in der Halle, und das Flugzeug war auch noch nicht auf dem Boden.

 

 

13. Sprung (Solo)

Floater Exit (wieder mal aber muss ja sein), dass Exit war okay habe mich leicht nach links gedreht was ich aber ausgleichen konnte. Dann eine kleinere Wolke durchquert, aber ich habe kein, erhofftes, "kostenloses Peeling" durch Feuchtigkeit erfahren, dann ein Flash nach Süden, abbremsen, um 180° drehen und das gleich nach Norden. Das flashen geht, im Gegensatz zum ersten Flash beim AFF Level 7, wie Zucker, meine Arme sind weiter draußen und ich sehe auch meine Zehenspitzen wenn ich am Körper hinunter schaue, schade das mich hier keiner mehr filmt hätte mich gerne selber gesehen um das nach dem Sprung selber kritisch zu analysieren. Dann abbremsen, noch 2 krasse 360° vor lauter Freude und Begeisterung eine so tolle Sportart gefunden zu haben, abwinken und bei 1200m den bunten Fetzen Stoff aktivieren.

 

 

14. Sprung (Solo)

Floater Exit, leider aufgrund von mangelnder Konzentration nicht so schön, dass ist es wenn man denkt man kann alles schon. Weit gefehlt, so was lernt man nur durch ÜBEN ÜBEN ÜBEN und jedem Menge Konzentration. Nunja was soll es, ich mache jede Menge Saltos und der Vorwärtssalto klappt nun auch besser ist aber meines Erachtens aber noch nicht perfekt von der Beinhaltung.

 

 

15. Sprung (Solo)

Ich bekam am Boden eine Einweisung auf das ThrowOut System. d.h. das ich kein "Griff mit dem Kabel" mehr habe sonder das an dem Griff direkt der Hilfsschirm ist den ich in den Wind halte und dann einfach loslasse. in der Luft sollte ich das dann üben, dass ganze durch Scheingriffe, bei denen ich mir ruhig Zeit lassen sollte.

Also bei ca. 3800m ging wieder die Tür auf, alles raus, ich musste dann vor den 3 Bird-Man (eine besondere Kombiform bei der man super weit tracken kann da man quasi kleine Flügel an Arme und Beine hat) raus. Witzig war das ich außerhalb des Fliegers Millionen von kleinen Sternschnuppen sah, als ich hinausschaute.

 

Ja so hat es ausgeschaut da wir Wolken durchflogen bzw. unterflogen haben und die Feuchtigkeit spiegelte die Sonne wieder. Das schaut aus als wenn man Nachts im Regen auf der Autobahn schneller fährt und die Regentropfen wie kleine Sternschnuppen ausschauen, weil sie das Licht der Scheinwerfer widerspiegeln, nur viel kleiner und filigraner was das hier oben. Wirklich ein sehr schöner Anblick.

Als ich den Flieger verließ und auf dem Bauch sanft im Luftstrom lag durchquerte ich eine Wolke, es dauerte ein paar Sekunden ich bewegte mich kaum und schaute eher ob irgendwer im Weg sein könnte dann hatte ich die Wolke durchquert und ich sah die besagten "Millionen von Sternschnuppen" auf mich zukommen (Scheinbar Feuchtigkeitstropfen unterhalb einer Wolke), es kitzelte kurz im Gesicht etwas aber eher angenehm und ich musste grinsen was zur Folge hatte das meine Wangen sich wie Luftballons aufblähten (Ich hatte bisher den Mund, im freien Fall, immer zu). Also Mund wieder zu. Noch mal Höhe checken und die Scheingriffe üben.

Ich lag auffällig Ruhig und stabil in der Luft und ich teste etwas mit der linken Hand herum um mich beim Pull perfekt in Position zu halten, was auch erstaunlich gut klappte. Dann zum Abschluss noch zwei, fast übermütige, 360'er, ausrichten und Pull.

Der Schirm ging ohne weiteres auf und das nachdem ich diesmal den Schirm komplett alleine gepackt hatte!!!

Ja ganz alleine, die Lehrer haben halt nur die Checks gemacht.

 

 

16. Sprung (Solo)

Es war mein erster Sprung mir Handdeploy bzw. Trow Out System. Das heißt die eigentliche "Reißleine" war weg sondern der Griff ist direkt am Hilfsschirm befestigt und nach dem Ziehen hält man das in den Wind und lässt es dann los.

Wieder hatte Ronny mir den Auftrag gegeben ein Floater Exit zu machen *nerv* na ja hilf ja nix. Also raus aus dem Flieger, schön stabil war mein Exit, Scheingriffe, immer wieder Höhe checken, Dann bei 1500m Den Griff anfassen, rausziehen, dabei den Blick um Hilfsschirm, ich sah wie er frei im Wind flattert, habe ihn losgelassen und nur wenig später presste es mich mit einem unüberhörbaren FLATTER FLAPP in die Beingurte. 4 Sek warten Kappenkontrolle, Leinen verdreht.

Ich musste aber nichts machen da es nur eine Halbe Drehung war und ich mich automatisch schon ausdrehte.

Schnell die Kappe auf Bewegung checken alles bestens.

Okay das war einfach, also Kombi auf und Griff verstauen...ÖHM wo ist der Griff...Ach ja habe ich ha nicht mehr der hängt ein paar Meter über mir, wie doof von mir, jaja so wird alles leicht zur Routine, also Kombi wieder zu machen und die Schirmfahrt genießen.

 

 

17. Sprung (Solo)

Lift Nr. 4 am 30.04.2006.

Auftrag: C1 (Was soviel heißt wie: Dive Exit, Salto vorwärts und rückwärts, 360° Drehung Li. und re., Tracking Nord und Süd.)

Passte auch alles soweit auch das Tracken war sehr stabil.

"Nett" was die Erfahrung von der ich immer gehört hatte (20°C kälter da oben) und es war WIRKLICH kalt!!!

Da ich Solist bin musste ich auch Warten bis die Herrschaften alle den Flieger verlassen haben, also noch bissl länger frieren.

Die Kälte spürt man aber aufgrund des erhöhten Adrenalinspiegels im Körper kaum.

Ich bemerkte die Kälte aber optisch bei ca. 3000m im freien Fall als meine Sprungbrille etwas vereist war.

Aber was soll's es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung, haben wir beim Bund ja mal gelernt.

 

 

18. Sprung (Solo)

Lift Nr. 6 am 30.04.

Auf eigenen Wunsch pullte ich bei 1500m da ich dem Schirm stallen lassen wollte.

das bedeutet das ich den Schirm voll flare (abbremse) bis er kaum Vorwärtsfahrt hat.

Das hat dann nur folge das die Luftströmung abreißt und der Schirm einfach zusammenklappt, dann wieder fahrt aufnimmt, aufgeht und wieder zusammenfällt.

Es soll ein ziemlich unangenehmes Gefühl sein.

Daher würde ich das lieber jetzt selber provozieren als es später mal an einem kleineren Schirm zu haben und dann Panik zu bekommen.

Also ich bekam eine genaue Einweisung wie ich das machen kann und dann ging es los.

Das Programm war ansonsten C4 (Floater Exit, Effektives Tracken nach Nord und Süd)

Effektives tracken heißt das man richtig Meter machen soll also ruhig mal etwas länger tracken und viel Strecke zurücklegen.

Hat alles auch 1A-Top-Deluex geklappt.

Dann der Pull...

Schirm auf...Li, Re, Flare okay...

Tief durchatmen und voll Flaren...

1Sek, 2Sek, 3...4...5...Nix passiert...

Ich lasse die Steuerleinen wieder nach...und nehme Fahrt auf...

Hmm nochmal...

Schulter und Flare...(diesmal so weit meine Arme heruntergehen)

Ich pendele leicht nach vorne weil der Schirm stark abgebremst wird...

Dann nach 4 Sekunden sehe ich wie der mittlere teil der Kappe nach hinten wegklappt...

Ich verliere "leicht" an Höhe...und lasse sie Steuerleinen zu schnell nach oben...

Uiiiii ich pendele stark da der Schirm zu schnell Fahrt bekommt.

Tja Masse-Trägheitsgesetzt...Das ist wieder mal Physik in Aktion.

Ronny meinte ja auch ich soll die Steuerleinen langsam hochlassen.

Also Höhencheck, okay noch mal.

Das gleiche wieder, aber diesmal lasse ich die Steuerleinen langsamer los. Alles passt, Noch mal die Kappe kontrollieren und eine Ziellandung hinlegen.

 

 

 

19. Sprung (1-0-1 "Versuch")

Hier nun mein erster 1-0-1 oder auch one-by-one genannt.

Das ist ein Exit bzw. Sprung mit einem Lehrer wo man wieder etwas neues lernt.

Clausi hatte sich freundlicherweise angeboten ein 1-0-1 mit mir zu machen da ich ja davon sowieso 5 Stück brauche, für die Lizenz.

Wir wollten ein cooles Fun-Exit machen.

Er meinte noch das Exit ist ein Handcore-Exit und bringt mich an die grenzen des Möglichen, was ich aber mit einem Schmunzeln nicht für voll nahm.

Exit wäre das ich auf dem Trittbrett außerhalb des Fliegers stehe und er mich von hinten festhält, dann ein kurzes Kommando von mir und "Jesus am Kreuz" spielen. Also ich strecke beide Arme von mir, Beine lang und Kopf in den Nacken, dann kommt ein langsamer Salos und wir landen in Arch.

Danach sollte ich effektiv tracken in eine Richtung ruhig mal 8-10Sekunden.

 

Okay also los; perfektes Wetter, ein paar kleinere Wolken über Ampfing, super klare Sicht, die Alpen waren super schön zu erkennen dann leuchtete das grüne Licht aus. Die ersten sprangen, als wir an der Reihe waren stellte ich mich wie gewünscht auf das Trittbrett, Handzeichen und weg...Langsam drehten wir uns im Salto, dann sah ich Clausis Kopf vor mir aber ohne Körper...WAHHH Kopf abgerissen?

Nee er flog nur genau verkehrt herum also von mir aus gesehen die Beine oben...HEHE COOL.

Bissl grinsen und Zunge zeigen...

Dann Boxposition...stabil lag ich im Raum...

Wo ist Clausi nun wieder?

Hmm ca. 5 Meter unter mir..Er machte Zeichen ich soll herunterkommen...

Ich machte mich etwas kleiner indem ich Arme und Beine schmäler machte und war auch wenig später auf seiner Position...

Höhe checken...Er zeigte dann nach hinter mir...Also 180° drehen und Track einleiten...

Ich hatte die Beine und Arme zu schnell ausgestreckt und Trudelte leicht also wieder stabilisieren...dann nochmal...

Der 2. Versuch war toll...Ich machte wirklich gut Strecke was ich am Boden sehen konnte...

Nach ca. 8Sekunden brach ich ab und bremste mich via Arch wieder ab.

Höhencheck, 180° Nach rechts...Keiner da, Ich suchte Meinen 1-0-1 Lehrer, keiner da...Was soll's, Abwinken und Wäsche raus.

Als ich In die Halle ging bemerkte Clausi schon das wir das wohl eher als Solo werten weil ich Ihn hoffnungslos "ausgefloatet" habe.

ich habe einfach mit meinem Gewicht/Größe einfach eine zu langsame Fallrate und bin brutal langsam und dann noch die weite Kombi.

Er entschuldigte sich bei mir wegen dem Sprung, na ja weniger essen dachte ich mir noch grinsend.

Ich habe halt mehr vom freien Fall.

 

An dieser Stelle dürfen sich auch gerne mal ein paar nette 45kg Frauen melden die auch langsam fallen und gerne mal mit mir springen möchten (wenn ich meine Lizenz habe) *lach*

 

Das Video war nett...man sah das Exit...Wirklich extrem tolle Bilder, der Salto, Dann nur den Horizont auf einmal kam ich von oben ins Bild *lol*

Dann meine Drehung...der 1. Trackversuch...und dann bei 2. Track verschwand ich wieder nach oben aus dem Bild nach schmalen 2Sekunden also wenn ich wie ein Flugzeug vom Boden starte. *Rofl* wie geil.

 

 

20. Sprung (Solo)

Lift Nr. 9, Mein 4. und letzter Sprung für Heute.

Sitexit Also wie beim Level 7 und dann Sitfly, Sitzfliegen oder auch Chute Assis genannt.

Ich saß im Flieger, Abstoßen, Arme Breit, Beine etwas angezogen...

Es war auf alle fälle besser als beim Level 7 Sprung aber immer noch etwas zu viel Rückenlage.

Also versichte ich "aufzustehen" also Beine lang machen.

Kam dann aber leicht nach vorne und überschlug mich...

WOHHHOOO das war wohl etwas viel...

Also Bauchlage, Höhe checken, Beine anziehen, Arme breit und noch mal versuchen.

Wurde aber nicht mehr so toll.

Also noch ein paar übermütige 360°er und den Schirm von der Luft aufspannen lassen.

Auf dem Boden bekam ich dann aber von Boris ein keinen "DU DU BÖSER".

Er sagte das ich für einen Schüler zu viel und zu schnell drehe.

Das kann in geringen Höhen gefährlich werden da der AAD (Notfallsystem das ab einer bestimmten Sinkrate den Reserveschirm auslöst)

Ich sehe das ja alles ein und fragte was man machen könnte (Er selber swoopt ja fast immer in die Dropzone '*hehe* Nunja ein Profi halt)

Wir einigten uns dann darauf das ich nicht mehr soooooo tief drehen soll und einen anderen Schirm bekomme der einen Expert-Cypress hat.

Der ist so vorkonfiguriert das man einen höhere Sinkrate haben kann bevor der Cypress den Reserveschirm auslöst.

 

 

21. Sprung (Solo)

01.05.2006, In Bayern sind um die Zeit viele Männer am schwitzen und Bier trinken weil sie einen Maibaum aufstellen und ich sitze hier um ca. 9:15Uhr mit 9 anderen Leute in einem Flugzeug mit laufenden Propeller, es ist der erste Lift an dem Tag, und wir warten alle gelangweilt das der Pilot endlich den Schubhebel nach vorne schiebt.

Dann ist es soweit...

Wir rollen...Auf die Startbahn...Die Maschine beschleunigt leicht dann fester...wir heben ab...WOHOOO ein schöner Morgen ich liebe den Geruch des verbrannten Kerosin am Morgen (so wie es auf meinem Shirt steht) *lol*

15 Minuten später und 3800Meter höher ging dann die Tür auf...BRRRRR kalt...

Als ich an der Reihe war machte ich ein PERFEKTEN Floater Exit...

sofort ein Scheingriff nach dem Höhencheck (es war der Vorbereitungssprung für den ersten höhenreduzierten Sprung).

Dann noch mal Richtung Süd lange Tracken 180° Drehung und das ganze Richtung Nord noch mal.

Die Tracks waren super toll und meines Erachtens perfekt umgesetzt.

 

 

22. Sprung (Solo)

Floater Exit, 260° li. & re., Salto nach vorne und hinten und ein Track Süd. ich würde den Sprung als völlig Perfekt bezeichnen bis zu meiner Landung. ich wollte wieder eine Ziellandung machen aber verpeilte mich in der Höhe. ich schulterte optimal aber flarete zu hoch. Als ich mich NICHT mehr bewegte merkte ich das ich noch einen Meter über dem Boden war...Also Steuerleinen langsam wieder loslassen zu spät ich machte 2 Schritte landete dann aber auf dem rechten Knie...SHIT HAPPENDS...dachte ich mir noch und wieder eine Kiste Bier zahlen...(Erste Bruchlandung)

 

 

23. Sprung (Solo)

Und noch mal der Versuch eines Chute Assis.

Recht Stabil aber ich bemerkte selber das man das wirklich üben muss. Ich bin Perfektionist und will mich nicht mir halben Sachen zufrieden geben.

Ich war zwar recht Stabil in der Luft aber mein Oberkörper war leicht geknickt.

Also nicht wirklich gerade sitzend. Aber das wird schon noch ein paar Sprünge und das passt, hoffe ich zumindest mal.

Ich holte mir am Boden Rat und werde es das nächste mal  mit leicht geknickten Armen versuchen, ggf. mal ein 1-0-1 für so was um das auf Video zu haben.

Das war auch der letzte Sprung an dem Tag da es ja Nachts wieder zur Arbeit geht.

 

Was noch ein kleines Highlight war war die Tatsache das ich das erste mal den Schirm "eingepotet" habe und das ohne Hilfe!!!

Das ging eigentlich ganz gut aber ist natürlich noch nicht perfekt.

 

Wie der aufmerksame Leser bemerkt habe ich mittlerweile 23 von (für die Springerlizenz) nötigen 25 Sprüngen. Ich muss jetzt auch echt schauen das ich die lästigen Höhenreduzierten Sprünge mache und die interessanteren 1-0-1 zur Not in der Woche wenn weniger los ist. Aber das Springen ist einfach zuuuuu scharf und da vergisst man leicht das mitzählen.

Ich habe mir auch schon mehrfach Gedanken gemacht was noch toller/geiler/schärfer ist als Fallschirmspringen es muss doch etwas geben was einen noch größeren Kick gibt aber ich finde einfach NICHTS was da annähernd herankommen könnte. Es wird vermutlich wie mit der Suche nach dem Sinn des Lebens sein. Da verplempern ja manche Menschen das ganze leben um herum zu philosophieren anstatt einfach mal zu leben.

 

 

24. Sprung (Solo)

24.05.2006, endlich nach 23 Tagen Zwangspause sitze ich wieder im Flieger.

Ich war schon am 23.05. angereist aber das Wetter ließ leider keinen Sprung zu. Derweil hat unser örtlicher Rigger und mein pers. AFF-Lehrer meinen

brandneuen OPTIMA (akustischer Höhenwarner) an meinem neuen GATH-Helm befestigt.

Aber weiter zum Sprung. Es war recht grau am Himmel und neben mir waren noch 2 Tandemgäste mit Videobegleitung im Flugzeug es war "kuschelig" eng. Dann bei 3800m, Tür auf, grünes Licht und ich bin als erster raus. Das ganze, vor lauter Freude, mit einem Funexit (Salto rückwärts gehockt). Recht schnell habe ich mich stabilisiert, wie immer der Höhencheck und dann mal wieder ein paar Saltos geübt. Die liefen auch ganz gut. Noch etwas die Aussicht genießen. Dann bei 1200m der Zug am Griff und 4 Sekunden später die Kappe kontrollieren. Landung war supi obwohl es windstill war und ich recht flott landete. Es gab an dem Tag noch ein 2. Load aber den habe ich verpasst da mich Isabell (Die gute Seele vom Manifest) vermessen hat. Ja VERMESSEN, ich habe mir eine Kombi bestellt und da die maßgeschneidert sind muss man ja auch vermessen werden. Und NEIN mein Oberarmumfang wird nie wer erfahren, die Daten sind GEHEIM ;-)

 

 

25. Sprung (1-0-1)

25.05.2006, EXAKT 9:10Uhr Ortszeit, Ich besteige den Flieger bei völlig blauen Himmel.

Vorher war ich schon gegen 6Uhr wach, bin in den Ort gefahren um etwas zu essen zu holen, MIST VATERTAG...Also weiter nach Mühldorf und an der Tanke

ein paar Semmeln und einen Kaffee zum mitnehmen. Gegen 7Uhr saß ich dann schon auf der Bank vor dem Hangar und genoss die morgendliche Sonne.

Als die ersten Leute vom STAFF dann kamen durfte ich meine Karte direkt in das erste Load am Manifest schieben. Allerdings nicht alleine. Ziel war ein 1-0-1 zusammen mit Ronny.

Wir wollten etwas "leveln" und annähern, also einfach gesagt werden wir beide Höhenunterschiede haben mal ich unter ihm und mal ich über Ihm die ICH dann ausgleichen muss um auf die gleiche Höhe zu kommen. Das annähern heißt zu ihm fliegen und mit den Händen an seinen Armen "andocken". Gesagt getan, der Aufstieg ging recht zügig, wirklich tolles Wetter, dann Exit. Ronny draußen, ich kniete mit einem Bein in der Maschine, hielt mit beiden Händen seine Oberarme fest, mein Helm an seine Brust...Ich schaute auf sein rechtes Bein das den Absetzbefehl anzeigte...Ready...SET...GGGGGG...und da stieß ich Ihn wie geplant schon von mir weg aus dem Flieger, Arme lang machen, ihn von mir wegdrücken, eine leichte Drehung, aber recht gut gefangen, Kopf habe ich etwas verpennt aber sonst okay. Dann loslassen. Wir flogen voreinander, bisschen kleiner machen, wieder bissl größer um langsamer zu fallen, Dann drehte er sich (bzw. ich wie wir danach im Video feststellten) also Drehung stoppen.

Ronny zeige dann an das ich "andocken" soll, ACH JA DA WAR JA NOCH WAS...also etwas zu ihm herüber tracken und wieder festhalten, noch etwas hin und her dann erinnerte mich die Nadel des Höhenmessers und der erste Warnton den ich am OPTIMA engestellte hatte langsam zu separieren. Ronny zeigte mir eine Richtung an ich trackte weg, noch mal Höhenmesser ablesen, abwinken, während ich pulltet hörte ich auch meinen 2. Warnton im Ohr. Die Landung war grausam. Ich hatte eine Kombi an die knalleng war, das war nicht das Problem aber ich hatte an den Füßen diese Booties (d.h. die Beinenden der Kombi sind am Schuh befestigt, einmal vorne und durch dann noch durch eine Gummischlaufe unter dem Schuh, so kann man besser tracken wegen dem Luftwiderstand), die Booties war nicht unbequem aber dadurch das sie ständige Spannung am Schuh hatten sehr ungewohnt.

 

Ich kam, aufgrund der Windstille flott herein, schulterte die Steuerleinen, flare kam dann aber doch etwas ins rutschen auf dem nassen Graß, leicht mit der Hand abgestützt aber durch den noch offenen Schirm kam ich dann wieder in die Senkrechte. Na wenigstens keine Bruchlandung. FEIN.

 

Das Debrifing war gut, Exit war okay, hat auch brutal Spaß gemacht mal wieder mit wem anders und nicht alleine aus dem Flieger zu springen, nunja Ziel war ja eigentlich auch das andocken, was ich die Hälfte vom Sprung verpennt habe weil ich es einfach genossen habe mal wieder wen dicht vor mir zu sehen aber soweit ganz gut. Meine Beinhaltung ist aber immer noch verbesserungswürdig. Ich haben die Beine zu weit auseinander und mein Hohlkreuz ist nicht ausgeprägt genug was mich etwas unstabil macht. Ronny hat ja eine Sprungbuchfunktion an seinem akustischen Höhenwarner der uns sagte das wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 170km/h und eine Höchstgeschwindigkeit (Vmax) von 210km/h hatten. UIII endlich mal Werte mit denen man arbeiten kann.

 

 

26. Sprung (Solo)

Bei dem Sprung wollte ich es wissen, ich hatte eine Bermudashorts und nur ein T-Shirt an. Ich fragte Danny ob das so okay ist und das war es auch, als ich aber so angezogen 10min herumlief und noch eine rauchte war mir dann aber doch etwas frisch und ich zog die weite Colibri-Kombi drüber (eine weise Entscheidung wie sich 30min später herausstellte). Der Himmel war auf einmal relativ diesig. Von dem Flieger aus gesehen war es wirklich nicht schön, ich machte ein Floaterexit, SUPER schön und gerade raus, Bauchlage und da ging es auch schon los, ich wollte einfach mal fallen und meine Boxposition perfektionieren, Feuchtigkeitstropfen prasselten auf mich ein. Tut nicht weh ist aber nicht sooo toll. Egal ich "spielte" etwas mit der Beinstellung und merkte wirklich wie ich stabiler wurde je mehr ich das Hohlkreuz machte und die Beine nicht so breit waren, noch eine 360'er Drehung und Wäsche raus. Die Landung war PERFEKT wir hatten wieder etwas Wind, ich stand die letzten Meter fast in der Luft und ich setzte butterweich auf dem Boden auf.

 

 

27. Sprung (1-0-1)

Ich fragte herum und Danny macht für mich ein 1-0-1 mit Ulli klar. Ziel: SIT-FLY. Wir brieften, alles klar, dann der Aufstieg. Wir waren wohl kurz in einer Warteschleife da der Pilot auf 3000m den Schub drosselte und wir in 3000m etwas herumflogen, dann weiter hoch bis zu 3800m, Tür auf und wir sollten die ersten sein. Ulli kletterte aus dem Flieger, ich saß mit dem Füßen auf dem Trittbrett an der Kante der Tür kurzes Anzeigen und raus. Die Armhaltung war zwar nicht wie geplant aber da ich den linken Arm recht schnell streckte war es okay. Das sitzen war soweit okay, gelegentlich leicht rückenlastig. Die Beine waren ab und an auch hier etwas zu breit und die Unterschenkel etwas unstabil was ich aber recht gut ausgeglichen habe durch das komplette anziehen der Beine oder etwas weiter strecken. Einmal kamen wir uns etwas nah und ich trat Ulli leicht auf den Helm aber so was kommt wohl am Anfang vor. Dann noch etwas grinsen, Höhencheck, 1700m Bauchlage, 1500m abwinken und Pull.

 

Am Schirm sah ich dann etwas komisches. Es war ein Hauptschirm der nicht richtig offen war ca. 300m neben mir im Süden der Landezone (war aber sicherlich viel weiter weg). Da flatterte etwas herum, auf den ersten Blick schaute das aus wie eine brutale Störung. Im Nachhinein dachte ich mir auch eine Fehlöffnung schaut anders aus und flattert da nicht so locker herum. Am Boden wurde mir gesagt das eine Mitspringerin die Hauptkappe abgetrennt hatte und die Reserve aktiviert hat.

Und wir sehen hier das Fallschirmspringen nicht wirklich gefährlich ist. Wenn über einem mal Mist ist bzw. eine Störung vorhanden ist kann man das quasi wegwerfen und die Reserve aktivieren und die FUNKTIONIERT dann.

Die Landung war wieder okay.

Das Video zeigte mir einiges was ich bei den alleinigen Selbstversuchen im Sitfly nicht sehen kann, Beinlage, Arme etc. Das nächste mal werde ich dann im Sitfly Drehungen versuchen.

Für mich sollte es aber an dem Tag dann auch langen, ich hatte auch etwas Halskratzen scheinbar war eine leichte Erkältung war im Anmarsch.

 

 

28. Sprung (Solo)

03.06.2006, 16:28, Exit bei: 3860m, Deploy: 1100m, Freifallzeit: 59 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 169km/h, Vmax: 176km/h

Ich habe einen 170'er Merit gesprungen. Leider war auf der Dropzone Nord-NW Wind. Also habe ich eine genaue Einweisung bezüglich der Landung bekommen.

Im Flieger machte ich dann ein Floaterexit, unterwegs ein paar Fassrollen und ich habe meinen neuen NEPTUNE Höhenmesser öfter beobachtet wie und was

er anzeigt. Nach dem WOAP bin ich etwas zu weit in den Osten gekommen so das ich nicht mehr genau ins Zielgebiet kam.

Egal ich wollte wie besprochen bei ca. 50m voll gegen den Wind steuern und dann sanft landen, leider kam das Flugzeug etwas in den Weg, also drehte ich erst bei 38m in Richtung Norden ein. Auch habe ich nicht bei der Landung voll geflart was mir dann einen kleinen Sturz (mein 2.) einbrachte. Ist aber alles ok, neuer Schirm halt, soll vorkommen. Dumm war nur das fast alle Lehrer meine Landung beobachtet haben, da ich ja eine privates Komplettsystem kaufen mag und das mit einem 150'er Hauptschirm.

Nunja 1-2 Landungen mit dem 170'er noch und dann passt das. Habe mich einfach ablenken lassen und nicht voll auf die Landung konzentriert, aber aus Fehlern lernt man.

 

 

29. Sprung (1-0-1)

03.06.2006, 18:16, Exit bei: 4120m, Deploy: 1240m, Freifallzeit: 63 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 165km/h, Vmax: 194km/h

Es stand ein 1-0-1 mit Ronny an. Wieder einmal das Leveln und annähern. Exit war PERFEKT (Wie Ronny selber sagte) wir kamen kerzengerade vom Flieger weg, ich drückte Ronny nach dem Exit von mir weg, zog die Beine an und dann nach ca. 2 Sekunden separieren, Wir spielten in der Luft kurz etwas fangen und auch das annähern war gut. Den Rest des Sprunges haben wir zusammen verbracht, uns an den Armen festgehalten und etwas "herumgeblödelt". War ein netter Sprung ich fand es schon witzig das Ronny etwas Schnee an der Nase hatte und ich auch am Kinnbart. Ja war bisschen frisch da oben. Insgesamt mal wieder was neues, im Grunde war es ja eher ein RW Sprung aber durchaus sehr interessant. Die Landung war dann auch besser. Ich habe mich weiter im Westen aufgehalten. Der Wind kam kurz vor der Landung auch auch aus Richtung Westen, so konnte ich sauber, parallel zur Landebahn, landen. Das flaren war auch besser und ich landete sehr gut und sanft auf beiden Beinen. Schulnote für die Landung: 1- (würde ich sagen). Ich schaue das ich noch einen Sprung auf dem 170'er PD mache und dann den Privatschirm austeste der mir angeboten wurde. Das wäre dann ein 150'er. Sicher ist der klein aber mit 70kg denke ich mal passt er gut und ich will auch nicht immer in der Luft fast stehen ;-)

Toll war auch das anziehen vor dem Sprung. Ich durfte wieder eine KNALLENGE blaue RW-Kombi anziehen. Schaut schon geil aus, 190cm auf 70kg und dann in der Kombi. Sogar Isabell vom Manifest sagte mir via Hallenlautsprecher wie "toll" mir die Kombi steht, natürlich ließ es ich mir nicht nehmen daraufhin vor der Halle ein paar Moves von dem Film "Saturday Night Fever" nachzuahmen.

 

 

(Der Tag des WM-Eröffnungsspieles in München)

(Oder der 09.06.2006, der ein völlig wirrer Tag war)

Es war perfektes Wetter, wenig Wind, blauer Himmel und sehr wenige Wolken.

Ich war gegen Mittag an der Dropzone und setze meine Karte in das 5. Load, am Manifest.

Es gab bei meiner Ankunft gerade ein Holding wegen München.

Auch stand plötzlich die Polizei mit einem Einsatzwagen am Flugplatz und nahm von allen Piloten die Personalien auf.

Okay, Sicherheitsmassnahmen halt damit kein "Unberechtigter" startet.

Dann ging es los.

Die 4. Load startete dann recht bald und nach kurzem sah ich dann wieder die Landung, des noch vollen Flugzeuges.

München untersagte plötzlich bei 2000m Höhe das Absetzen aufgrund von der Sicherheit der WM.

Die Begründung seitens der Flugsicherheit München war das ja ein Fallschirmspringer in Richtung Stadion fliegen könnte.

 

Bitte erlaubt mir an dieser Stelle etwas Sarkasmus:

Sicherheit ist gut, dann aber bitte logisch nachvollziehbare!

Wie soll ein Fallschirmspringer 60km weit fliegen um dann einen Anschlag zu verüben?

 

Ich habe das interessehalber mal berechnet.

Um 60km mit einem normalen Schirm, z.B. Schulschirm (Gleitzahl 3,5) zurückzulegen müsste man aus einer Höhe von 17.145m (das wäre schon die Stratosphäre) aussteigen und sofort den Schirm öffnen. Nachteil ist das da oben ca. -55°C bis -70°C sind und man nach wenigen Sekunden tot wäre weil die Luft so dünn ist das der Sauerstoff für den Körper nicht mehr ausreicht.

 

Die 2. Alternative wäre das man eine größere Kappe nimmt und normal bei 3800m abspringt um dann langsam „herübersegeln“ zu können.

Um die 60km zurücklegen zu können bräuchte man eine Gleitzahl von 15,8 (d.h. das man 15,8 Meter vorwärts gleitet bei einem Meter Höhenverlust). Um diese Gleitzahl auch nur annähernd zu erreichen (was relativ unmöglich ist) müsste der Schirm um die 93,88 ²m groß sein (das wäre eine Fläche von ca. 29,4m Breite (also 4 Fußballtore nebeneinander) und 11,2m Länge). Es leuchtet sicher auch jedem Laien ein dass es solche Schirmgrößen gar nicht gibt. Witzig müsste auch der Container ausschauen wo der Schirm verstaut ist.

 

Ich frage mich ernsthaft wie weit diese sinnlosen Sicherheitsbestimmungen noch gehen.

Wie gesagt ist Sicherheit und Prophylaxe gut und sinnvoll aber dann bitte logische.

Ich als Fallschirmsportschüler muss meine Kenntnisse über Auflagen, Gesetzte, Schirmkunde und anderes umfangreiches Fachwissen in einem Test nachweisen um den „Luftfahrerschein für Luftsportgeräte Typ F“ zu bekommen. Wie man oben sieht kann ich sogar Gleitzahlen berechnen und einen offizielle Stelle ist dazu nicht in der Lage? Wie schaut das bei der Flugsicherheit aus? Ich hoffe stark das dort keine „Anlernkräfte“ sind.

 

Nett war es ja dann das wenigstens ein Load abgesetzt werden durfte. Und zwar 12km weiter im Osten in Mühldorf am Inn. Aber mal ehrlich. Wenn wir Springer schon 60km weit herüberfliegen können warum dann nicht auch 72km? *lach*

 

Wenn jetzt das Thema „Beschränkter Luftraum von 30NM“ (Nautische Meilen) während der WM aufkommt muss ich sagen das wir weder mit dem Absetzflugzeug den Radius verletzen noch mit dem Schirm das Gebiet verletzen da wir an dem Tag Ostwind hatten (denn man startet und landet ja üblicherweise gegen den Wind) und München liegt von meiner Dropzone aus gesehen im Westen ;-)

 

EGAL…Ist halt dumm gelaufen.

Ich wünsche mir das nächste mal nur das, seitens der Flugsicherheit, gleich gesagt wird: „Heute ist kein Absetzen möglich“.

Das hätte jede Menge Sprit gespart, ganz zu schweigen von den strapazierten Nerven und das aufkommende Unverständnis.

Die 2. Polizisten, die vor Ort waren, tun mir aber etwas Leid. Sie sind die Exekutive unseres Staates und können ja nichts dafür.

Aber ich denke sie haben sich bei uns wohl gefühlt und wir haben uns auch recht nett unterhalten.

 

 

30. Sprung (Solo)

10.06.2006, 09:18, Exit bei: 3820m, Deploy: 980m, Freifallzeit: 58 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 176km/h, Vmax: 187km/h

Es sollte mein letzter Sprung werden mit dem PD 170'er Schulschirm. Ich hatte mir ja von einem Springerkollegen ein komplettes Gear angeschaut das ich kaufen will.

Ich musste aber noch eine gute Landung mit dem 170'er zeigen um sicherzustellen das ich "reif" genug für die kleinere Kappe bin.

 

Ich machte oben ein Diveexit, PERFEKT, dann ein paar Saltos vorwärts und rückwärts, ein paar 360° Drehungen und noch etwas in Richtung Süden tracken.

Die Landung war gut obwohl Windstille herrschte. Als ich die Halle betrat bekam ich das OK für die kleine Kappe.

 

 

31. Sprung (Solo)

10.06.2006, 12:07, Exit bei: 3920m, Deploy: 1320m, Freifallzeit: 49 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 190km/h, Vmax: 205km/h

Ich hatte nun das erste mal das Privatgurtzeug auf dem Rücken. Es ist ein PARATEC NEXT Gear mit 150'er Sabre Schirm der Firma Performance Designs.

Da ich das Gurtzeug testen wollte machte ich nach dem Floaterexit Bewegungen um alle 3 Achsen.

Ich zog etwas höher bei 1300m den Schirm. Er öffnete recht schnell, keine Eindrehung okay...Ich entfernte die Vorbremsung der Steuerschlaufen, leider die eine etwas zu früh was mir sofort eine Drehung bescherte. Uiii dachte ich der reagiert aber direkt, also die eine Steuerleine wieder etwas anziehen um die Drehung zu stoppen und dann auch die 2. Vorbremsung lösen. Ein paar Manöver mache ich in der Luft aber immer noch sehr vorsichtig und eher testend. Dann die Landung ich landete relativ schnell aber nur halb stehend. Ich hatte nicht voll geflart. Aber alles okay. Beim hineingehen in die Packhalle dachte ich mir: Das ist ein richtiges Sportgerät und der Kauf war eigentlich sicher.

 

 

32. Sprung (Solo)

10.06.2006, 16:23, Exit bei: 3780m, Deploy: 1040m, Freifallzeit: 59 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 165km/h, Vmax: 179km/h

Was für ein Sprung...

Alles lief normal...rotes Licht alle waren fertig dann das grüne Licht...Also Tür auf und EXIT.

Leider vernahm ich dann im Flieger die magischen Worte: "Ich bekomme die Tür nicht auf". Nach 2 weiteren Versuchen die Tür zu öffnen hörte ich Igor von den SkyClowns (3'er Freefly Team) im russischen Dialekt schreien: "Du musst drääähen nach räääächts den Griiiiff". Ich lachte, nach einer gefühlten Zeit von einer Minute war dann die Tür endlich offen und ein 3'er RW Team sprang ab. Derweil befanden wir uns in einer Schräglage mit dem Flieger. Igor stand draußen auf dem Trittbrett wurde aber von seinem Team wieder zurückgerufen. Wir vermuteten, da das Exit so lange gedauert hatte, dass wir einen Neuanflug machten. Ich fragte Horst (den Piloten) EXIT??? Er sagte: JA EXIT...Also sind die 3 "SkyClowns" auch raus dann noch ein paar Solisten und ich als letzter. Ich wollte bei dem Sprung meine Boxposition noch mal verbessern. Und flog auf dem Bauch. Also ich dann den Platz suchte bekam ich einen leichten Schreck er war nicht unter mir sonder weit vor mir. MIST zu weit hinten abgesetzt. Also ab in die Trackstellung und soviel Strecke wie möglich machen. Ich trackte wirklich gut und dachte mir noch: Uiii meine erste Außenlandung.

Vor dem Pull suchte ich schon eine geeignete Landemöglichkeit und auch eine Alternative, falls der Wind mich zu einer anderen Stelle treibt oder der ersten Landeplatz unerreichbar ist. Ich entschied mich am Schirm dann für eine große wilde Wiese.

Erschwerend war das rechts ein Fluss verlief der keine Probleme bereitete aber 3 kreuz und quer verlaufende Hochspannung- und Telefonmasten auf meiner Flugbahn waren.

Ich schätze meine Gleitzahl ab und flog geradeaus in Richtung der gewählten Landezone. ca. 300m vor mit landete ein anderer Springer und ca. 200m eine andere Springerin. Ich checkte noch mal die Masten, alles okay, der Boden sah auch recht gerade und nicht weich aus. Trotzdem bereitete ich mich auf einen Landefall vor. Kurz vor dem Boden flarte ich und landete, leicht rutschend, sehr schön. Der Springer der vor mir war meinte noch das die Landung super war. Also Schirm aufnehmen und ab in  Richtung Flugplatz wo uns nach wenigen Metern auch schon Marco und Charlotte mit dem VW-Bus von Colibri aufnahmen und zurück fuhren.

Die Außenlandung kostete natürlich mal wieder eine Kiste Bier ;-)

 

 

33. Sprung (1-0-1)

10.06.2006, 18:12, Exit bei: 3840m, Deploy: 1100m, Freifallzeit: 45 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 219km/h, Vmax: 499km/h???? *grins*

Wieder ein 1-0-1 mit Ronny. "Wie immer" sagte er nur...Also wieder das gewohnte Exit wo ich Ihn rausdrücke. Dann stellten wir aber um und ich war außen am Flieger und er sollte mich herausdrücken. Ich war etwas enttäuscht das wieder leveln und annähern angesagt war. Er sagte mir dann aber nicht wundern wenn etwas unvorhergesehenes passiert. Häää? Was soll den noch kommen ich glaube meine Außenlandung kann man nicht mehr "toppen".

Nunja, Exit war okay ich stand draußen und er drückte mich weg. Ich mache die Beine lang und zog Ihn zu mir.

Tolles Bild wie das Flugzeug sich langsam entfernte. Dann Ronny loslassen. wieder annähern...Okay schön angedockt.

Ich wolle wieder loslassen aber Ronny hielt mich fest und grinste sehr breit.

Dann ging es los.

Ich sah den Horizont verkehrt herum ...WAHHH ein HEAD-DOWN...

dann war ich auf dem Rücken und Ronny über mir und wenig später andersherum.

Wir waren kontrolliert instabil, wie scharf!!! Dann noch ein paar Drehungen und separieren.

Ich winkte Ihm noch breit grinsend zu, abwinken und Pull.

Der Schirm war leicht eingedreht aber es war kein Problem mich auszudrehen.

Landung war stehend ich braucht nur wenige Schritte um völlig zu stehen.

Ich muss sagen das war einer der interessantesten Sprünge die ich bisher gemacht habe.

In der Halle checkte ich meinen Höhenmesser.

Häää? Höchstgeschwindigkeit 499km/h???

Aber Marco, der Supporter vom Neptun, meinte das wohl da eine komische Luftströmung auf dem Höhenmesser gewirkt hat.

Das sagt mir nun wieder: Nie auf elektronische Geräte verlassen, man hat schließlich 2 Augen und die benutze ich IMMER!

Das packen des Schirmes ist aufgrund des Nullgewebes etwas rutschig, aber den schaffe ich auch noch.

Abend feierten wir dann die Hochzeit von Marco und Charlotte und auch meine Kiste Bier kam dann zum Einsatz. Es war ein wundeschöner

Ausklang eines sehr interessanten Sprungtages.

 

 

34. Sprung (Solo)

11.06.2006, 11:07, Exit bei: 3880m, Deploy: 1200m, Freifallzeit: 52 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 183km/h, Vmax: 212km/h

Der einzige Sprung an dem Tag da ich ja Mittags wieder Heim musste die Arbeit ruft ja wieder auf Nacht.

Ich machte ein Sitexit und danach versuche ich mich mal wieder im Sitzfliegen. Exit war so lala, für meinen Geschmack eine etwas zu große Rückenlage.

Ich mache mich etwas länger und kam recht bald in eine schöne Position, ich versuche dann auch ein paar Drehungen im sitzen war erstaunlich gut klappte.

Ich saß in der Luft und genoss meinen Lernerfolg. Dann noch ein paar mal stecken, ab auf den Bauch und pull.

Zum Thema Landung: Wir hatten etwas Wind und ich muss sagen das ich absolut weich landete.

Ich schrie noch laut: JAAAAA STEHEND!!!

Das packen wird auch besser, bei jedem mal kann ich die Kappe besser einpotten.

 

 

35. Sprung (1-0-1)

16.06.2006, 19:11, Exit bei: 3800m, Deploy: 800m, Freifallzeit: 70 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 154km/h, Vmax: 233km/h

Heute war mein fünftes und damit letztes, vom DFV, für die Lizenz vorgeschriebenes, 1-0-1 mir "The Rock" Ronny angesagt. "The Rock" deshalb weil er im Bezug zu mir wie ein Stein fällt. *lach* Nach dem Sprung muss ich mir jedoch einen neuen Namen für Ihn überlegen da wir beide recht gut zusammen unterwegs waren. Exit war sehr witzig. Ich stand in Flugrichtung auf dem Trittbrett und Ronny andersherum, ich habe dann mit beiden Knien Ronny's linkes Knie eingeklemmt und er ebenfalls mein linkes Knie eingeklemmt. Dann gab ich das Ready...set...GO...weg vom Flieger und Arme auseinander. Ja wir haben Sit-Fly gemacht. Lief, bis auf ein paar mal wo ich etwas unstabil war und auch die Knie zu hoch hatte, super gut. War wirklich ein schöner Sprung und Ronny meine das dass wohl einer unserer schönsten Sprünge war. Landung war etwas "rasant" ich habe noch immer nicht die optimale Flarehöhe des Schirmes herausgefunden. Besser gesagt bin ich einfach noch etwas vorsichtig um den Schirm nicht bei der Landung zu überstallen. Allerdings gibt es auch etwas "negatives" zu verzeichnen, ich muss sagen das der Neptun Höhenmesser etwas "spinnt". Wie kann ich eine Durchschnittsfallgeschwindigkeit von 154km/h haben und das im Sit-Fly wo man eh schneller unterwegs ist als auf dem Bauch. Ich habe Abends noch mit Marco (dem lokalen Neptun Supporter) gesprochen und Ihn gebeten sich das Gerät mal genauer anzusehen. ggf. ist ja auch der Softwarestand nicht aktuell. Schauen wir einfach mal. Nachts war böses Gewitter und ich hoffe das morgen wieder Springerwetter vor Ort ist.

 

 

36. Sprung (Solo)

17.06.2006, 09:28, Exit bei: 3840m, Deploy: 1060m, Freifallzeit: 45 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 223km/h, Vmax: 248km/h

TOP WETTER in Ampfing. Hier habe ich versucht das erlernte aus dem 1-0-1 umzusetzen. Klappt auch ganz gut. Es ist wesendlich stabiler wenn man die Oberschenken anspannt. Allerdings ist auch das noch verbesserungswürdig. Aber man muss realistisch sein, in der Regel sagt man das man das Sitzfliegen in einer Saison erlernt und dafür haben ich eh schon recht gute Erfolge zu verzeichnen. Landung war aufgrund von Gegenwind nahezu perfekt und Punktgenau.

 

 

37. Sprung (Höhenreduzierter Sprung)

17.06.2006, 11:31, Exit bei: 1320m, Deploy: 1320m, Freifallzeit: 0 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: -km/h, Vmax: -km/h

Mein erster höhenreduzierter Sprung. Das Prinzip ist einfach. An die Tür, raus sofort stabil in Boxposition sein und dann pull.

Die Praxis sah bei mir dann so aus. Ich hatte beide Beine auf dem Trittbrett, saß im Flieger, habe mich dann mit der rechten Hand heraus gestoßen. Der Nachteil war das ich durch das Herhausstoßen in eine Drehung kam. Ich kam nach knapp 180° Linksdrehung dann in eine relativ stabile Position und pullte wie geplant. Landung was okay.

 

 

38. Sprung (Höhenreduzierter Sprung)

17.06.2006, 16:14, Exit bei: 1500m, Deploy: 1280m, Freifallzeit: 10 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: -km/h, Vmax: -km/h

Hier nun der 2. höhenreduzierte Sprung. Geplant war wieder ein stabiler Exit. Mein Exit war jedoch "etwas" unstabil. Ich hatte wieder beide Beine auf dem Trittbrett und haben mich kräftig mit der rechten Hand abgestoßen. Wieder eine Drehung. Allerdings sahen wir beim Video-Debrifing, dass ich noch am Flieger bereits eine 180° Drehung hinter mir hatte (ähnlich einem Dive Exit) und mich dann kurz unter dem Flieger um weitere 180° drehte (Also hatte ich danach wieder: Sichtrichtung=Flugrichtung Flieger). Nach der Drehung war ich dann auf einer stabilen Flugachse in der Boxposition und pullte auch in einer stabilen Position. Das sagte auch mein Absetzer, der das auf Video festgehalten hatte. Jetzt kam natürlich die Diskussion auf was ein höhenreduzierter Sprung beinhalten muss. Meinesserachtens ist es ja ein "Notfallexit" das kontrollierte und schnelle Verlassen der Maschine und das pullen in einer stabilen Position. Seitens der Lehrer soll man aber schon beim Exit stabil in einer Boxposition sein. Nunja das "Ausbildungshandbuch Fallschirmsport Teil I" (vom DFV) sagt dazu im Kapitel 3 unter dem Punkt 6.3 Zitat:"...Der zweite Sprung ist aus 1200 m/GND mit einer Freifallzeit von max. 10 Sekunden mit stabiler und kontrollierter Schirmöffnung durchzuführen."

Hmmm so wie ich das lese soll man bei dem 2. Prüfungssprung, auf den sich dieser Sprung bezieht, beim pullen stabil sein. Ich lese da aber nichts von einem stabilen Exit. Nunja ist aber auch egal da es bei mir ja noch kein Prüfungssprung war. Ich versuche beim nächsten und natürlich auf dem eigentlichen Prüfungssprung einfach ein stabiles Exit zu zeigen und gut ist. ;-)

 

 

39. Sprung (Solo)

20.07.2006, 12:36, Exit bei: 3820m, Deploy: 1040m, Freifallzeit: 55 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 183km/h, Vmax: 187km/h

Nach über einen Monat war es wieder soweit, SPRINGEN. Ich hatte mir in der Zwischenzeit einen eigenen Fallschirm zugelegt sowie eine gebrauchte Kombi gekauft. (weil MATTER trotz Rush-Order ja eine Ewigkeit braucht) *grummel* Ich ging in die Halle nur ein kurzes Hallo zu anderen und dann direkt zu meinem Gear, da war es ich war kurz davor mich demütig davor zu knien es zu huldigen und es zu küssen. Ich setze mich am Manifest dann in die 2. Load an dem Tag. Bisschen herumalbern mit den Lehrern und anderen Springern und dann ging es los. Da ich ja über einen Monat nicht mehr gesprungen war versuchte ich wieder mal das Notfallexit was mir doch einiges an Schwierigkeiten bereitet. Natürlich drehte es mich nach dem Exit wieder mal um 360°. Im Weiteren Verlauf machte ich noch ein paar Salos und Drehungen um mich wieder etwas einzuspringen. Die Saltos, nunja haben schon bessere gemacht.

 

 

40. Sprung (Solo)

20.07.2006, 14:03, Exit bei: 3840m, Deploy: 1180m, Freifallzeit: 58 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 165km/h, Vmax: 194km/h

Wieder ein Versuch, das gleiche Programm sollte es werden. Im Flieger waren kuschelige 36°C. Notfallexit ging so aber ich drehte mich immer noch leicht nach links beim verlassen der Maschine. Die Saltos gingen bei dem Sprung schon besser und es machte richtig Spaß.

 

 

41. Sprung (Prüfungssprung)

21.07.2006, 10:55, Exit bei: 3900m, Deploy: 1240m, Freifallzeit: 50 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 190km/h, Vmax: 194km/h

Hier nun mein Prüfungssprung. Albert nahm Ihn ab. Zusammen sagen wir wie Batman und Robin aus. Ich hatte ja meine quitschgrüne RW Kombi an und er eine dunkelblaue Kamerakombi mit kleinen Flügeln an den Armen, haben nur noch die Capes gefehlt. Der Plan war folgender: Sitzender Exit, in den Sitfly übergehen, den dann ein paar Sekunden halten dann ggf. zu Albert herübertracken falls er weiter entfernt ist, 90° Drehung, Vorwärtssalto, 180° Drehung dann Rückwärtssalto, eine Fassrolle und dann Richtung Norden tracken abwinken und Pull. Die Realität kann man sich ja auf dem VIDEO ansehen (Und ja ich weiß das das Datum im Video fasch ist, Albert hat sich da vertippt). Exit fand ich nicht so toll, habe auch bisschen herumgezappelt, Sitfly habe ich dann kurz gehalten dann ab auf den Bauch. Saltos und Drehungen waren okay. Dann das Tracken, ich fing an Richtung Norden zu tracken nach sehr kurzer Zeit fiel mir auf das ich ja die Fassrolle vergessen hatte, also Archstellung, abbremsen, schnell die Rolle und weiter Tracken. Ein Blick auf den Höhenmesser sagte mir das der Ritt nun vorbei ist also Wäsche raus. Landung war okay und scheinbar auch den Sprung bestanden. Das tracken war noch etwas zu zaghaft sagte Albert aber.

 

 

42. Sprung (Solo)

21.07.2006, 13:12, Exit bei: 3960m, Deploy: 1080m, Freifallzeit: 62 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 165km/h, Vmax: 187km/h

Man merkte das Mittagszeit ist da wir im Flugzeug mittlerweile 39°C hatten. Ich simulierte bei dem Sprung wieder das Notfallexit. WIEDER die Drehung. Ich komme danach zwar stabil raus aber ich drehe mich immer *grummel* Als ich dann auf dem Bauch lag nahm ich Albert seine Worte ernst und optimierte mich im Tracken. Zuerst trackte ich endlos Richtung Norden dann abbremsen, 180° Drehung nach links und das gleich wieder zurück. Ich konnte mich auch verbessern denke ich schade das hier ein Videomann dabei war. Ich konnte unter mir sehen wie ich richtig "Strecke" machte.

 

 

43. Sprung (Höhenreduzierter Sprung)

21.07.2006, 16:22, Exit bei: 1460m, Deploy: 1240m, Freifallzeit: 7 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 115km/h, Vmax: 115km/h

Hier nun mein letzter Höhenreduzierter Sprung. Ich hatte wirklich etwas Lampenfieber ob das klappt. Mittlerweile hatte ich mit zig Lehrern gesprochen wie ich da sauber in einem Floater herauskomme. Auch hatte ich viel probiert unter anderem im Knien, im Hocken, ein Bein draußen, beide Beine draußen, Den Po zuerst rauswerfen, mit der Linken Schulter dagegen drücken, aber NIX. Nunja wird schon klappen. Also Tür auf und Dennis setze mich ab. Ich versuchte bei dem Absprung mit der linken Schulter gegen den relativen Wind zu drücken. Ich drehte mich zwar "nur noch" um 90° nach links aber wurde dabei wirklich extrem unstabil. Landung war dann auch nicht so toll. Da ist dann der Augenblick wo man es sein lassen soll. Ich bemerkte wie sich in mir DESTRESS (das ist negativer Stress z.B. durch Überforderung, Schlafmangel, unbekannte Situationen etc. (ist Prüfungsfrage Nr. 16-19 In Fragekatalog des DFV)) breit machte. Ich überlegte verkrampft was das sein kann. Einen normalen Floater im Stehen schaffe ich ja auch ohne weiteres. Das Packen war dann auch großer Mist ich bekam den Schirm nur mit Hilfe in POD.

 

 

44. Sprung (Höhenreduzierter Prüfungssprung)

21.07.2006, 19:39, Exit bei: 1460m, Deploy: 1220m, Freifallzeit: 8 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 68km/h, Vmax: 68km/h

Eigentlich wollte ich nicht mehr springen aber Steffen überredete mich das ich die letzte Prüfung schnell noch machen soll da es am nächsten Tag sehr voll sein wird und das wohl kaum 1500'er Sprünge gehen werden. Ich tüftelte mir einige neue Möglichkeiten aus Stand am Flieger und schaute was man beim Exit anders machen könnte. Da kam der geniale Plan von meinem AFF Lehrer Ulli. Er sagte ZITAT: "Knie dich ins Flugzeug und spring einfach raus". MUHAHA ja klar was mache ich sonst wohl? Aber er hat recht wenn was nicht klappt einfach nicht daran denken, Kopf frei machen und es TUN.

Also wieder anziehen und rein in die fliegende Sauna ÄÄÄHHH SORRY ins Flugzeug meinte ich natürlich. Ronny setzte mich diesmal ab.

Grünes Licht ich öffnete die Tür oder versuche es und musste mich an Igor sein "Du musst drääähen nach räääächts den Griiiiff" erinnern als ein anderer die Tür nicht aufgebracht hat. Ronny öffnete dann die Tür, kurz grinsen und einfach Rauspringen. Ich sag den Flieger über mich Hinwegfliegen und wunderte mich wann ich anfange mich zu drehen. Aber es kam nichts dann erinnerte ich mich schlagartig das das ja ein Höhenreduzierter Sprung ist also Wäsche raus.

Landung war super alle fragte wie es war und ob ich bestanden habe, dass konnte ich natürlich noch nicht bestätigen da mein Absetzer ja noch unterwegs war. Also abwarten und packen anfangen. Irgendwann vernahm ich dann aus den Lautsprechern das Lied von Right Said Fred "Stand up for the champions" und da wurde mir nun auch so langsam klar das ich meine komplette Ausbildung bestanden hatte.

Abends hab es dann noch die übliche Kiste Freibier von mir und die war vom FEINSTEN das Bier war Eiskalt und perlte nur zu herab.

Das Video von Sprung kann man HIER sehen.

 

 

45. Sprung (Solo)

22.07.2006, 11:03, Exit bei: 3800m, Deploy: 1160m, Freifallzeit: 54 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 176km/h, Vmax: 205km/h

Ich hatte etwas länger geschlafen da wir abends noch in dem benachbarten Restaurant etwas gefeiert haben.

Witzig war das das einige der neunen AFF Schüler mich schon kannten. Sie kannte die HP hier und fanden sie auch sehr informativ, ja genau so soll es auch sein, dass ist das Ziel.

Ich mache heute den ersten Fun-Jump meines Lebens. Ich war zwar noch im Schülerstatus da meine Lizenz ja noch nicht da ist aber egal.

Ich kugelte mich bei genau 3800m GND rückwärts aus dem Flieger und ließ mich dann einfach so fallen. Hier sprang ich auch das erste mal in kurzer Hose und nur mit T-Shirt. War schon recht frisch da oben (2°C) aber egal der Flieger war ja warm genug. Nach den Saltos habe ich mich stabil auf den Bauch begeben und einfach mal das fallen wieder richtig genossen.

 

 

46. Sprung (1-0-1)

22.07.2006, 14:30, Exit bei: 3880m, Deploy: 920m, Freifallzeit: 52 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 205km/h, Vmax: 237km/h

Ich habe dann solange herumgequängelt bis Danny mit mir einen 1-0-1 gemacht hat. Hihi ja man will ja nun endlich auch mal mit wem zusammen springen und da die Lizenz noch nicht da ist muss ich immer noch mir Lehrern vorlieb nehmen. Plan war einen coolen Sitfly zu machen. Da ich ja Freeflyer werden will und kein RW'ler der auf dem Bauch zu Boden fällt habe ich mir mal meinen stylischen "Freefly Pimp" Pulli angezogen und dazu ne kurze Hose. Aber nun zum Sprung: Wie gewohnt raus auf das Trittbrett, die Knie von Danny mit meinen festhalten und ab...Wir drehten uns direkt nach dem Exit gleich mal in ein Headdown...Von mir kam nur ein WOHHHOOO was hier oben ja aber keiner hören kann, als wir dann stabil saßen haben wir und getrennt und etwas gelevelt. Ich habe dann auch mal etwas zu lange ein Stand-Up (quasi aus der sitzenden Position sich einfach hinstellen, als wenn man von einem Stuhl aufstehen will, wobei man massiv schneller wird) so das ich an Danny einfach vorbei schoss. Aber so lernt man wie und wo die Grenzen sind. Der Sprung war wirklich super cool und hat ohne Ende Spaß gemacht. Ich werde demnächst öfter am Sit-Fly arbeiten vor allem am drehen und annähern. Für den Sprung habe ich auch direkt den Befähigungsnachweis für das Freefly bekommen. Das leckere Video ist hier zu finden.

 

 

47. Sprung (Solo)

22.07.2006, 18:53, Exit bei: 3780m, Deploy: 1020m, Freifallzeit: 45 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 219km/h, Vmax: 233km/h

Alles kann man toppen dachte ich mir. Also der erste Versuch im Headdown. Ich fragte einige wie ich zumindest kurzzeitig in ein Headdown komme. Ich machte also ein stehendes Exit. Ich war eh der letzte im Flieger und habe mir auch massig Zeit gelassen da ich da oben sicher gleich wie blöde herum schieße und extrem unstabil werde. Dann der Exit, Ich kippte nach hinten. Der Körper total angespannt Arme leicht nach außen weg, Ich war ganz kurz tatsächlich mit dem Kopf nach unten unterwegs, dann fing ich an zu drehen und trudeln. Der Horizont drehte sich, dann sah ich wieder den Himmel. Also was soll's, ab auf den Bauch und dann im Sitfly weiter. Das ging schon besser. Nach dem Pull war ich kurz etwas orientierungslos und ich musste eine komplette 360° Drehung machen um die Landebahn zu finden. Da ich relativ weit weg war steuerte ich direkt darauf zu. Dummerweise kam ich viel zu kurz. Der Schirm verlor gnadenlos an Höhe. Aber bis zur Landebahn schaffe ich es noch. Dann kurz vor der Landung bemerkte ich das ich es nicht mehr schaffe und das Kornfeld davor zum landen nehmen muss. Dummerweise kam genau hinter mir auch noch unser Absetzflugzeug was landen wollte, Helmut (der Pilot) drehte dann aber noch mal ab und machte einen Neuanflug. Ich war zwar relativ weit rechts von der Bahn und wäre auch vor Ihm gelandet aber Sicherheit geht vor. Die Landung war dann EXTREM prickelnd und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich verschätze mich um ca. 50cm, Ja Winterweizen wächst und ist nicht knapp über den Boden. Ich rutschte saubere 1-2 Meter durch das Feld. Toll, Knie war auch bissl aufgeschürft *snif* Meine ganzen Beine juckten, dank der kurzen Hose. Packen war okay. Die Außenlandung sowie das abdrehen des Piloten habe ich mich dann auf Nacht mal wieder eine Kiste Bier kosten lassen.

 

 

48. Sprung (1-0-1)

23.07.2006, 09:25, Exit bei: 3800m, Deploy: 1080m, Freifallzeit: 45 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 215km/h, Vmax: 251km/h

Am gestrigen Tag hatte ich mit Ronny noch ausgemacht das Er mich bei einem 1-0-1 mal in einen Headdown bringen soll. Aber wir haben umgestellt auf Sitfly, Video machen und paar nette Fotos schießen. Das war aber der schlechteste Sprung den ich jäh gemach habe!!! Der Abend war etwas länger und ich habe voll verschlafen, Ronny kam an den Wohnwagen mit einem lauten: "EYYY Air-Prinz 15Minuten-Aufruf für uns"...WOHOOO also hoch, paar Sachen anziehen, rein in die Halle, Schirm checken, anziehen, vom Lehrer noch mal checken lassen und direkt in unser Lufttaxi. Das Exit war völlig unstabil wir drehten und nur so herum war ich dann aber doch bissl "cool" fand und grinste. Dann habe ich mich von Ronny herausgedreht. Kurz zu Ihm heran fliegen, Zunge herausstrecken, dann ging es los...Bauch...Rücken...halber Salto...dann wieder im sitzen weiter. Kurzer Standup um dem ganzen "schnell ein Ende zu bereiten". Bin dann noch mal auf dem Rücken gelandet dann ab auf den Bauch und stabil pullen. Auch wenn sich das hier alles cool anhört, es war definitiv nicht cool. Wenn ich mir vorstelle ich wäre mit jemanden gesprungen der so fliegt wie ich hätte sonst was passieren können. Also liebe Kindern nicht Zuhause nachmachen! Das nächste mal werde ich definitiv ausgeschlafen sein und mich auch genauer auf den Sprung vorbereiten, ich kann es ja (wie man 2 Sprünge vorher sieht). Den Film zu dem Desaster kann man HIER anschauen.

 

 

49. Sprung (1-0-1)

16.08.2006, 10:16, Exit bei: 3620m, Deploy: 840m, Freifallzeit: 49 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 205km/h, Vmax: 251km/h

Nachdem ich eine Email von der bezaubernden Frau des Manifestes (Isabell) bekommen habe das meine Matter-Kombi nun doch noch eingetroffen ist bin ich nach der Arbeit schnell nach Ampfing gefahren. Es ist schon erstaunlich was die Firma Matter unter Rush-Order versteht 79 Tage!!! Zwar musste ich keine Rust-Gebühr bezahlen aber fast 3 Monate warten naja...aber egal...Die Kombi ist knalleng aber das ist okay so ich will ja schneller sein. Ein paar Lehrer fragten noch ob die Kombi nicht etwas sehr "figurbetont" geschnitten ist, aber ich denke wer es sich erlauben kann, wieso nicht ;-)

Interessant war bei dem Sprung das er wie der erste Sprung meines Lebens aus einer Pilatus Porter gemacht wurde. Der 49. Sprung war also quasi der erste offizielle Sprung als Lizenzinhaber *freu*. Ich bin mal wieder mir Ronny gesprungen. Sit-Fly wollte ich machen, dazu habe ich mir ja auch die Pro-Concept Freefly Kombi geordert. Erstaunlicherweise war unser Pilot an dem Tag Steffen (Der Leiter von Colibri). Aber warum auch nicht er ist ja Berufspilot. Er hob auch butterweich ab und brachte und sehr sanft auf die Absetzhöhe. Das Exit war etwas ungewohnt für mich da es ja auf der rechten Seite heraus ging. Ronny und ich saßen in der Tür, Knie wieder zusammen, kurzes nicken von mir und raus...nach kurzer Zeit trennten wir uns. Anfangs lag ich eher auf dem Rücken, kam dann aber in die Sitzposition. Die Kombi ist aber dermaßen eng das sie mir kaum "Haltungsfehler" verzieh. Ich wirbelte öfter etwas herum...Bauchlastig, Rückenlastig, Abknicken in der Hochachse etc. Ein völlig neues Gefühl..Also ÜBEN ÜBEN ÜBEN...hilft alles nichts. Ich habe bei ca. 1500m dann kurz abgewunken, lag sauber auf dem Bauch und konnte Ronny noch von mir weg tracken sehen (sehr schön so was mal zu sehen da er sich rapide schnell von mir entfernte). Nach kurzer Zeit das eigentliche abwinken von mir dann und raus mit der Wäsche, sanft entfaltete sich der 150'er Sabre über mir dann die Landezone checken und langsam hineingleiten. Unten angekommen habe ich dann das erste mal den Schirm nach Pro-Pack Methode gepackt. Also der Schirm wird nicht über eine Stange gehängt sondern über der eigenen Schulter gepackt. Da wir dann ein Holding wegen dem Wetter hatten habe ich meine Sachen gepackt und bin wieder Heim gefahren da ich ja direkt nach der Nachtschicht zum springen gefahren bin und ab und an muss auch ich mal etwas schlafen.

Was werde ich bei dem 50. Sprung machen?

Wird das etwas besonderes?

Wo werde ich springen?

Wird der Schirm nach der neuen Packmethode sauber aufgehen?

Fragen über Fragen aber die könnt Ihr ja demnächst hier nachlesen und das wird SEHR bald sein ;-)

 

 

50. Sprung (Solo)

19.08.2006, 12:11, Exit bei: 3980m, Deploy: 880m, Freifallzeit: 61 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 183km/h, Vmax: 201km/h

Ja hier nun der "Bericht" über meinen 50. Sprung. Es sollte ja etwas besonderes werden. Also bin ich kurzerhand quer durch die Bundesrepublik gefahren.

Mein Ziel war Skydive Albatros in Hartenholm. Ich kenne sie schon vom einkaufen da ich schon einige Dinge von Ihrem Onlineshop bestellt habe.

Angekommen sah ich als erstes eine sehr schöne Dropzone und bewunderte den Himmel. Ist schon anders an der Küste. (Hartenholm liegt ca. 65km nordöstlich von Hamburg) Der Himmel war blau und von netten kleinen Schäfchenwolken gefüllt. Ich wurde super nett von Anette empfangen es folgte ein Gear-Check (da ich ja dort noch nie gesprungen bin), Sprungkonto eröffnen etc. Dann konnte ich auch direkt in das erste Load. Ich wollte einfach etwas RW machen...also auf dem Bauch bisschen die Aussicht genießen und vor allem mit der neuen Dropzone und deren Eigenarten vertraut machen. Interessant war die Absetzmaschine. Eine Cessna Grand-Caravan, sie bietet Platz für 18 Springer. Das tollste war aber die Schiebetür auf der linken Flugzeugseite. Sie ist massig groß! Wir hoben dann ab und ich genoss den Platz in der Maschine. Als wir die Absetzhöhe erreicht hatten habe ich mich halb vor die Tür gekniet. Ähnlich wie bei der Startaufstellung vor einem 100m Sprint wenn das Startkommando "fertig" kommt. Dann kurz vor und zurück und mit Schwung raus...Danach habe ich die Beine schnell angezogen und Arme weit nach vorne...Dadurch habe ich einen schier endlosen Dive-Exit gemacht. Auf dem Bauch liegend habe ich dann erst die Dropzone gesucht...alles klar fast unter mir also etwas Zeit um man die schöne Aussicht zu genießen. Es sah wirklich schon hier oben aus man konnte sehr klar die Ost- und Nordsee sehen. Dann noch ein letzter Höhencheck...Pull und herunter schrauben. Die Landung verlief auch gut.

 

51. Sprung (Solo)

19.08.2006, 14:07, Exit bei: 3940m, Deploy: 940m, Freifallzeit: 62 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 172km/h, Vmax: 273km/h

Nach einer kurzen Zigarettenpause und etwas Smalltalk wollte ich noch einen Sprung machen. Diesmal aber einen Sit-Fly. Einfach mal schauen ob es mich mit der neuen Kombi wieder so herumwirbelt wie beim 49. Sprung. Ich verlies den Flieger außen im Stehen im Floaterexit und zog nach ein paar Sekunden die Beine an. Dann bin ich in den Sitzflug übergegangen. Erstaunlicherweise war ich recht stabil und habe auch sauber meine Achse gehalten. Ein paar 90° Drehungen habe ich noch getestet und eine Dummheit von mir bescherte mir einmal kurz eine Drehung über die Hochachse. Die Landung war auch wieder sauber. Ich habe mich wirklich sehr über die tollen Sprünge gefreut und auch das Team ist super freundlich, ich werde sicher nicht das letzte mal in Hartenholm gesprungen sein. Wenn ich wieder im Norden bin werde ich mein Gear dabei haben und Skydive Albatros sicher wieder besuchen. Das Pro-Packing geht mittlerweile auch besser von der Hand.

 

52. Sprung (Solo)

01.09.2006, 10:16, Exit bei: 3720m, Deploy: 800m, Freifallzeit: 52 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 201km/h, Vmax: 223km/h

Wieder in Ampfing zurück direkt in das erste Load. Sit-Fly war mal wieder das Ziel. Das Exit ging aber der Sprung naja...War teilweise etwas unstabil. Landung ok.

 

53. Sprung (Solo)

01.09.2006, 13:44, Exit bei: 3880m, Deploy: 1100m, Freifallzeit: 50 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 201km/h, Vmax: 244km/h

Ich wollte mal wieder was neues machen also fragte ich einen Mitspringer wie ich am besten in den Headdown komme. Er sagte mir ich soll erst mal versuchen vom Sit-Fly über eine Rolle der Längsachse wieder in den Sit-Fly zu kommen. Nunja das war Plan A. Plan B sah dann so aus das ich zwar die Drehung hinbekam aber danach extrem unstabil war. Also wieder ÜBEN ÜBEN ÜBEN.

 

54. Sprung (Solo)

01.09.2006, 19:22, Exit bei: 3880m, Deploy: 1160m, Freifallzeit: 52 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 190km/h, Vmax: 190km/h

Der vorletzte Load an diesem schönen Tag und mein letzter Sprung. Ich wollte jetzt einfach was neues machen. Also stellte ich mich in die Tür und ließ mich einfach fallen. und JAAA ich bekam es zweimal kurz hin: der Horizont was verkehrt herum. HURAAA Es ist ja egal ob ich dabei eine Seitenbewegung machte oder trackte aber ist stand annähernd auf dem Kopf...und das durch "eigene" Kraft. Ich zog etwas höher um die untergehende Sonne zu genießen. Wirklich toll so ein Sunset Sprung. Schade das ich keine Kamera dabei hatte aber so ein Bild muss man auch selber sehen auf Fotos kann man so was nicht festhalten.

 

55. Sprung (Solo)

02.09.2006, 09:48, Exit bei: 3920m, Deploy: 1200m, Freifallzeit: 56 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 176km/h, Vmax: 201km/h

Nachdem ich ausgiebig gefrühstückt habe stieg ich in das 2. Load ein. Unstabiler Exit, Halt halb im stehen und rückwärts fallen lassen um so wieder in einen Headdown zu kommen. Kurz hatte ich das Glück dann wurde ich sehr unstabil also ab auf den Bauch. Flugachse kontrollieren, in einen Sit-Fly übergegangen, Wieder auf den Bauch und zum Abschluss ein kurzer Track Richtung Norden. Nach der Schirmöffnung etwas Spaß unter der Kappe indem ich mich durch ein paar Drehungen herunter schraubte. Dann wieder die obligatorische Luftraumkontrolle und schließlich die Landung.

 

56. Sprung (Solo)

22.09.2006, 11:53, Exit bei: 3920m, Deploy: 1080m, Freifallzeit: 55 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 183km/h, Vmax: 197km/h

Sitzender Exit, dann Sitfly. Es gibt hier nicht viel zu berichten außer das ich schön meine Flugachse gehalten habe und relativ stabil war. Interessant war das ich nach dem öffnen der Kappe feststellen musste das ich 4 mal eingedreht war, aber dass war schnell behoben.

 

57. Sprung (Solo)

22.09.2006, 13:48, Exit bei: 3860m, Deploy: 860m, Freifallzeit: 62 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 172km/h, Vmax: 187km/h

Ich habe mich unstabil aus dem Flieger fallen lassen und habe mal wieder einen Headdown versucht. Also ich aber zu unstabil wurde und nur so durch den Raum geschleudert wurde habe ich mich durch die Boxstellung kurz stabilisiert um dann in den Sitfly überzugehen. Das ging dann relativ gut, aber ich muss noch mehr üben.

 

58. Sprung (3'er RW Begleitung)

22.09.2006, 15:47, Exit bei: 3880m, Deploy: 840m, Freifallzeit: 61 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 179km/h, Vmax: 183km/h

Irgendwie werden mir die ganzen Solos langsam zu langweilig. Also fragte ich bei 3 Herren, die einen 3'er RW planten, nach ob ich sie begleiten könnte. RW liegt mir ja eigentlich nicht sooo sehr, nunja noch nie gemacht aber es wäre eine gute Möglichkeit etwas leveln zu üben da man ja einen Bezugspunkt hat. Der Plan war das ich den dreien direkt nach springe und sie dann in etwas Abstand begleite, separieren war bei 1300m festgelegt. Also noch kurz absprechen wer in welche Richtung separiert und ab in den Flieger. Nach dem Exit-Key war ich auf max. 1m an den dreien noch dran...sauber auf dem Bauch. Dann merkte ich aber schon nach Sekunden das die unter mir einfach wegsacken. Also habe ich alles eingezogen was nur ging. Nichts zu machen ich war einfach zu langsam. Ich überlegte noch kurz ob ich in den SItfly übergehen sollte um so näher heranzukommen aber dann wäre ich vermutlich zu schnell und ich will nicht ein 3'er wie eine Bombe sprengen indem ich da durchknalle (das zum Thema Sicherheit). Also habe ich in Richtung Norden etwas seitlichen Abstand genommen und die drei weiter von oben beobachtet. Als sie bei den besprochenen 1300m separierten ging mein Auge zum Höhenmesser der 1700m anzeigte. Hmmm 400m Höher...nunja...also langsam Abwinken und dann auch den Schirm aufmachen. Ich überlege mir ernsthaft ob ich mir nicht etwas Blei zulegen sollte um so mit schnelleren mithalten zu können andersherum gesehen kann ich ja so mehr Freifallzeit genießen aber ich muss weiter alleine springen (ein Teufelskreis *gg*).

 

59. Sprung (3'er Freefly Begleitung)

04.11.2006, 10:24, Exit bei: 4280m, Deploy: 840m, Freifallzeit: 59 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 208km/h, Vmax: 259km/h

DER BERG RUFT...ja ja...andere lagen friedlich im warmen Bett und kuschelten sich an Ihre Decke und ich fuhr um 04:15Uhr bei -7°C los in Richtung Österreich.

Ziel meiner Reise sollte Zell am See sein, dort war das Winter Boogie von Pink. Irgendwie ja ein kleines Highlight für mich. Mein erstes Heckexit aus einer Skyvan und dann dazu das Panorama. Zell am See liegt am Fuße des 3000m hohen Kitzsteinhorn, gepullt wird in Höhe eines Schleppliftes. Als ich in Zell ankam die erste Ernüchterung, 8/8 Bewölkung, Eis, Schnee, Kälte. Aber nunja es ist ja ein WINTER-Boogie. Ich sah am Rande des Flugplatzes die Skyvan von Pink stehen. Mit gemischten Gefühlen schaute ich mir die Maschine an. Mei O mei...und die/das soll fliegen??? Gegen 9Uhr kam dann die ersten Staff'ler von Pink und ich konnte auch in das Flugplatzrestaurant. Ich suchte eine Packhalle...Fehlanzeige. die ersten Mitspringer legten eine Plane zum Packen in den Schnee, auch ich ging zum Auto und holte meine 6x8m Plane heraus und legte sie aus. Dann habe ich mich angemeldet und wurde direkt für das erste Load manifestiert. Kurz warten dann hörte man die Skyvan...der erste Propeller drehte in der -1°C kalten Winterluft. Nach mehreren Minuten dann auch der 2. Propeller, wieder beäugte ich mit gemischten Gefühlen den fliegenden "Wandschrank". Dann ging es los. Alle durch die Heckklappe rein, hinsetzen, Klappe zu machen und los ging es. die Maschine drehte auf die Startbahn, gab Trust, Bremsen los und mit einem Ruck, ähnlich wie beim anfahren in einem Auto, ging es los, nach kurzer Zeit hoben wir ab. WOW die fliegt wirklich.

 

Ich schaute mich etwas in der Maschine um, überall Hinweise bezüglich der Para-Lights. Sie besagten das bei ROT 2 Minuten bis Exit sind, Weiß (Lampe war aber gelb) 1 Minute bis Exit und schon mal die Heckklappe öffnen und GRÜN bedeutet dann EXIT. Ich fragte einige Mitspringer wo die Para-Lights sind und so kam es das ca. 5 Springer dann überall suchten um die Lichter zu finden. Schließlich fanden wir auch 3 kleine Lichter an der Decke.

 

Am Boden hatte ich mit 3 anderen Springern von Colibri einen Sprung gebrieft. Die 3 wollten Sitfly machen ich wollte direkt hinterher springen und dann versuchen im Sitfly mitzumachen.

 

Dann ging die Rote Lampe an...Ich freue mich auf mein erstes Heckexit aber hatte auch ein klein bisschen einen Klos im Hals da hinter mit einen Großformation kam und einige Solisten, einen völlig neue Situation für mich. Die 2. Lampe leuchtete auf...Wir öffneten die Tür und Kälte strömte in das Flugzeuginnere. Ich war froh das ich mich dick angezogen hatte. Wir stellten uns an die Tür und machen uns bereit. Ich schaut...ALLES WEIß...unter uns war eine dichte Wolkendecke.

Ich schaut weiter auf die Para-Lights und da passierte es: die grüne Lampe leuchtete auf. Ich schaut zu Zimbo, der den Exit-Key gab...READDDY...SET...GOOOOO...

Die 3 sprangen ab und ich direkt hinterher. Absprung bedeutet das ich einen Schritt vorwärts machte und dann den Kopf in den Nacken nahm, den Oberkörper nach hinten streckte. So kam es das ich direkt nach dem Absprung "unter" das Flugzeug kam und es von unten anschauen konnte. Nach ca. 2 endlosen Sekunden und einem super Blick auf die Pink ging ich in den Sit-Fly über. Direkt unter mit waren die 3 zu sehen die sich auch gerade stabilisierten. Ich stabilisierte mich was aufgrund der engen und dicken Kleidung nicht gerade leicht war. Nach einem Höhencheck und dem Versuch die 3 im Standup einzuholen brach ich es ab. Ich würde im Standup bei den anderen wie eine Bombe einschlagen. Also weiter im Sitzen. die erste Wolke hatte ich durchlaufen, sie war wirklich SEHR kalt aber ich konnte die anderen immer noch vor/unter mir sehen. Dann ein kurzes Stück ohne Wolke. Dann kam die 2. Wolkenschicht. Immer noch hatte ich Sichtkontakt zu den anderen. Die 2. Wolkenschicht war "schlimmer" als die obere. Meine Brille vereiste etwas vom Schnee und Eis. Ich verlor dort auch den Sichtkontakt zu den anderen Springern, also weiter so wie ich gerade gefallen bin. 1500m zeigte mein Neptun an das bedeutet: Separation! Da die anderen 3 ja zusammen waren und auch separierten ging ich nur auf den Bauch ohne großartig zu tracken. Dann bei 1000m PULL. Der Schirm öffnete butterweich und endlos lange (Ulli hatte mir den Schirm einen Woche vorher bei einem Schirmcheck gepackt). Fein...ich suchte die Landezone und bin auch super hereingekommen, nur die "Landung". Ich schaute direkt in den Schnee und verlor den Bezug zur Höhe, ein kurzer Blick zur Seite sagte mir FLARE...also durchziehen, allerdings rutschte ich mehr über den Schnee anstatt das Laufen zu beginnen "swoopte" ich ca. 2,5m durch den 10-15cm hohen Schnee um auf den Knien zu stoppen. ZEFIX....GESCHAFFT.

 

Stolz aber an der Kombi etwas weiß ging ich zu meiner Plane um direkt zu packen. Das Packen war SCHEIßE!!! Kalte Finger, Schirm wollte sich nicht einpotten lassen aber nach zig mal fluchen schaffte ich das kalte Stück Stoff in den Pod zu bannen und alles im Gear zu verstauen. Danach ging es rein, neu manifestieren und erst mal eine rauchen.

 

60. Sprung (Solo)

04.11.2006, 11:41, Exit bei: 4300m, Deploy: 760m, Freifallzeit: 75 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 179km/h, Vmax: 190km/h

Da mir das Mitspringen mit anderen Aussichtslos erschien (von dem Geschwindigkeitsunterschied) entschied ich mich locker auf dem Bauch einfach fallen zu lassen. Witzig war das die Maschine schon am rollen war als noch 2 Mitspringer in das innere "gesprungen" sind bevor dann die Heckklappe geschlossen wurde. Die ersten verließen dann bei über 4000m den Flieger und ich bereitete mich auf den Sprung vor von dem ich so lange geträumt habe: Mit Anlauf raus und im Absprung drehen um den Flieger zu sehen wie er wegfliegt. Gesagt getan einige Springer vor mir verließ den Flieger 3-4sek warten und LOOOOSSS... Ich rannte ein paar Meter sprang und drehte mich...Allerdings nicht so wie ich geplant hatte. Es zerbröselte mich unterwegs gnadenlos. Was soll's...also ab auf den Bauch. Ich schaute zig mal auf den Höhenmesser und schaute nach anderen Springern unter mir aber außer Wolken war nichts zu sehen also weiter fallen. Bei 1000m Pull. Der Schirm ging, wieder Erwarten, sauber auf. Der Landeanflug war eher mäßig, von 600-400m hatte ich Turbulenzen und ich musste 1/4 bis 1/2 Bremse fliegen. Die Landung war ok aber nicht stehend. Das Packen ging dann besser und auch zügiger von der Hand.

 

61. Sprung (Solo)

04.11.2006, 14:36, Exit bei: 4320m, Deploy: 1160m, Freifallzeit: 64 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 179km/h, Vmax: 194km/h

Der 3. und letzte Sprung an dem Tag. Da mein voriges Exit nicht so hingehauen hatte wollte ich was anderes machen. Anlauf und "Köpper" raus. Viele waren vor mir schon gesprungen und nach mir waren nur noch 3 Tandems und 3 Solisten. Also ein schneller Anlauf, Arme nach vorne und Beine auch lang (einfach mal Supermann spielen hehe). Das Exit war GIGANTISCH. Ich kam super schön raus und auch sehr stabil. Danach ging ich wieder in die Bauchposition um endlich mal den See zu sehen und die Berge zu betrachten. Dann der Pull.

 

Jetzt begann das Desaster. Der Schirm über mir rappelte und zuppelte, aber öffnete nicht gescheit. Es dauerte, gefühlt, endlos lange bis er offen war. Ein Blick nach oben...EINGEDREHT...Also ausdrehen...Nach dem ausdrehen drehte ich, erst langsam dann immer schneller. FUCK!!! (hörte ich mich selber sagen) Ich analysierte das eine Vorbremsung raus ist da ich nach oben schaute und alle Leinen sah, also schon mal keinen Leinenabriss *schwitz* Da ich dickere Handschuhe anhatte dauerte es ein paar Drehungen bis ich die Steuerleinen vernünftig in der Hand hatte und die andere Vorbremsung entfernte. Der Schirm stabilisierte sich. Bremskontrolle, li. re. Drehung alles okay. Situation gemeistert (Danke an der Stelle an Ronny für die Übungen im Hänger was man bei solchen Situationen macht).

 

Zwischen 600 bis 200m wieder Turbulenzen, Landung war MIST. Ich flarete nicht voll durch und hatte zum 3. Mal am Tag keine stehende Landung. Ich habe dann den Schirm nur aufgenommen und lose im Auto verstaut um Ihn zu Hause zum trocknen aufzuhängen.

 

Trotz der 3. mäßigen Landungen und der Öffnungsstörung möchte ich die 3 Sprünge nicht missen es hat wirklich super viel Spaß gemacht mal im Winter bei Schnee zu springen.

 

62. Sprung (Solo)

21.06.2007, 12:46, Exit bei: 3560m, Deploy: 1160m, Freifallzeit: 55 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 158km/h, Vmax: 183km/h

Die Saison 2007 hat für mich persönlich nun angefangen! Nach schlechtem Wetter, Schirm checken lassen vergessen, Überstunden und anderen Hindernissen habe ich es nun geschafft, der erste Sprung 2007 (für mich).

 

Auf der Hinfahrt zur Dropzone hatte ich echt Magendrücken. Ähnlich der Vorfreude auf den Urlaub. Das Ziel sollten EGGENFELDEN sein. die EXIT GmbH spring dort auch unter der Woche. Nach ein paar Stunden warten, einer SUPER Einweisung auf der Dropzone gingen wir zu dritt zu einer CESSNA 182. Ich dachte mir noch "OHA der kleine Hobel" aber als ich dann Platz nahm musste ich sagen das die CESSNA erstaunlich viel Platz aufweißt. Die 300PS zogen und zügig hoch. In 2500m Höhe ein kleines Holding wegen einem Urlaubsflieger *grummel* dann weiter auf unsere Zielhöhe.

 

Zwischen 3000 und 3500m war es kurz etwas turbulent (nix wildes). Dann die Exitorder vom Piloten...2 Springer vom EXIT Staff sprangen ab, ich ließ mir als letzter etwas Zeit.

 

Ich stellte mich auf das Fußpad am Rad, Arme beide an der Flügelstrebe...WOW...Es war das erste mal das ich außen an einem Flieger stand und das VOLL im relativen Wind. Dann mein Exit...ready set GO...Archstellung..Kurz etwas kopflastig aber dann sah ich super schön den Flieger von mir wegfliegen. Ich orientierte mich erst mal...Der Platz war relativ senkrecht unter mir..FEIN...Höhencheck...Ich suchte den Flieger und sah das er hinter meiner rechten Schulter gerade in den Sturzflug überging..."Alles Verrückte diese Piloten"...dachte ich mir kurz.

 

Erneuter Höhencheck....Drehung...noch eine Drehung (hmmm geht alles noch gut)....Höhencheck: 2500m...Mei oh mei noch so große Höhe...was mache ich so lange nur...also kurz in den Track gegangen...Dann die letzten paar hundert Meter versucht die Boxstellung zu perfektionieren...und dann Abwinken und der Pull bei 1300m...

 

Dank meinem Rigger Ulli, der den Schirm nach dem jährlichen Check gepackt hatte, eine butterweiche Öffnung. Kurz Schirm checken..ein paar Spins...Und dann schauen wie ich am besten hineinfliege.

 

Landung war auch recht gut und schön durchgeflairt (wie ich zu hören bekam). Packen war dann nach der langen Zeit nicht so witzig :-( Aber wie heißt es: ÜBEN ÜBEN ÜBEN. Eigentlich wollte ich noch ein paar Sprünge machen aber ein Weather Holding bannte uns auf den Boden zu bleiben. Continue maby this weekend?? :-)

 

63. Sprung (Solo)

22.06.2007, 13:39, Exit bei: 3800m, Deploy: 1160m, Freifallzeit: 56 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 169km/h, Vmax: 183km/h

Floater Exit....Dann auf den Rücken gedreht und den Flieger nachgesehen..TOLLES BILD...Danach Arch und etwas in X-Lage geflogen. Landung war bei einem 2-3'er Wind mäß9g aber ok denke ich.

 

64. Sprung (Solo)

22.06.2007, 16:46, Exit bei: 3940m, Deploy: 920m, Freifallzeit: 49 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 223km/h, Vmax: 255km/h

Sitzender Exit...Kurz im Sitfly und dann eigentlich die ganze Zeit im Standup unterwegs gewesen, Daher auch die hohe Durschnittsgeschwindigkeit.

Landung war bei 0 Wind etwas holperig und eher ein Rutschen.

 

65. Sprung (3'er Freefly)

22.06.2007, 17:57, Exit bei: 3780m, Deploy: 700m, Freifallzeit: 54 Sekunden, Durchschnittsgeschwindigkeit: 205km/h, Vmax: 244km/h

WOHOOOO mein erster Freefly mal nicht alleine.

In Eggenfelden lernte ich Michi kennen. auch so ein Langsamflieger wie ich. Wir machen dann zu dritt einen 3'er Freefly (Sitfly).

Beide sprangen zusammen ab und ich im Dive hinterher. Alles schön gelaufen nur waren wir zu weit auseinander. Näher als 20-40m kamen wir nicht zusammen.

Aber das leveln passte. Am und an mal im Standup etwas Geschwindigkeit erhöhen und wieder im Sitzen abbremsen. Schyaut schon mal nicht schlecht aus denke ich.

Sollte ich öfter machen so was :-)

 

66. - 71. Sprung (Canopy Control Workshop)

Ich habe hier an einem Workshop teilgenommen daher erscheinen die Sprünge an einer anderen Stelle gesondert.

Einfach mal hier klicken ---> Canopy Control Workshop